Textilfabriken in Bangladesch: Mangelware

  /  15.10.2014

Inspektoren sollten die Sicherheit in bangladeschischen Produktionsstätten nach dem Einsturz von Rana Plaza überprüfen. Das Ergebnis ist fatal…

Alle untersuchten Textilfabriken in Bangladesch bergen Mängel: Nach dem Einsturz der Fabrik Rana Plaza im vergangenen Jahr zogen die vor Ort produzierenden europäischen Unternehmen Konsequenzen. Im Rahmen einer Untersuchung durch beauftragte Inspektoren von Organisationen wie Accord sowie Alliance zur Überprüfung der Sicherheitszustände in den jeweiligen Herstellungsstätten wollen die Verantwortlichen in nahezu jeder der rund 1.100 untersuchten Fabriken deutliche Mängel eruiert haben. Diese reichten von schlecht isolierten Elektrokabeln über fehlende Notausgänge bis hin zu einsturzgefährdeten Böden und kämen auf etwa 80.000 an der Zahl.

Die Reparaturen würden die Fabrikbesitzer laut ersten Prognosen der Inspekteure mehr als eine Mrd. Dollar kosten. Ausgangssituation für die Überprüfungen war der Einsturz der Rana Plaza-Fabrik im Mai 2013, bei deren Einsturz des neunstöckigen Gebäudes über 1.100 Textilarbeiter ums Leben gekommen und noch mehr verletzt worden waren. Insgesamt existieren in Bangladesch knapp 3.500 Textilfabriken, 20 jener wurden nach Angaben des Herstellerverbands nach eingehenden Kontrollen bereits geschlossen.

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