Die Verhandlungen zwischen Regierungsvertretern, Fabrikbetreibern und Gewerkschaftsvertretern über eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns in der Textilindustrie von Bangladesch in der vergangenen Woche gipfelten in keinem einheitlich zufrieden stellenden Ergebnis. Für die rund vier Millionen Näherinnen sei die Erhöhung um 50% von derzeit 3.000 Taka (in etwa 28 Euro) auf 4.500 Taka (42 Euro) plus Essensgeld nicht angemessen, heißt es seitens der Gewerkschaften, da dies laut Nachrichtenagentur AFP „weit entfernt“ von den eigentlichen Forderungen sei. So hatten die Vertreter einen Lohn von 8.114 Taka (75 Euro) pro Monat verlangt.
Die Kommission soll in den nächsten Wochen erneut zusammen finden, um eine Einigung zu erzielen. Die Empfehlung der Kommission muss von der Regierung gebilligt werden. Auf der anderen Seite könnte sich diese jedoch auch darüber hinweg setzen und einen eigens festgelegten Mindestlohn anordnen, der gesetzlich verabschiedet werden muss und den Forderungen der Gewerkschaft in höherem Maße entgegenkommt.
