Takko Fashion will seine Präsenz in den Innenstädten deutscher Kleinstädte ausbauen. CEO Martino Pessina sieht durch sinkende Mieten neue Möglichkeiten für Standorte, die für den Fashion-Discounter bisher weniger infrage kamen. Für Top-Lagen in Großstädten gelte das bislang nicht.
„Historisch waren unsere Filialen eher am Stadtrand und in Fachmarktzentren“, erklärt Pessina. Mit zusätzlichen Innenstadtstandorten erweitert Takko dieses Standortprofil. Fachmarktzentren und Einkaufszentren bleiben zugleich Teil der Expansion. Das Unternehmen setzt damit auf mehrere Standorttypen, um sein Filialnetz weiter zu verdichten.
Ein konkretes Beispiel ist der Store in der Essener Rathaus Galerie am Porscheplatz. Takko eröffnete dort am 22. Juli 2026 seine 2.000. europäische Filiale auf rund 492 qm. Schon damals kündigte das Unternehmen an, neben Fachmarkt- und Einkaufszentren gezielt ausgewählte Innenstadtlagen einzubeziehen. Die aktuelle Aussage Pessinas benennt günstigere Mieten als Voraussetzung, um diesen Ansatz insbesondere in deutschen Kleinstädten auszuweiten.
Für dieses Jahr kündigt Pessina 130 Neueröffnungen und 100 Umbauten an. Die längerfristige Strategie „SHINE 2028“, die Takko 2025 startete, sieht rund 300 zusätzliche Stores innerhalb von drei Jahren vor. Begleitend investiert das Unternehmen in die Modernisierung bestehender Standorte und entwickelt sein Sortiment mit einem höheren Anteil modischer Artikel weiter.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026/27 eröffnete Takko bereits 59 Stores und modernisierte weitere 59 Standorte. Der Umsatz stieg um 7,1 Prozent auf 676 Mio. Euro. Im zweiten Quartal legten die Erlöse auf vergleichbarer Fläche um 7,2 Prozent zu.
Für den Modehandel vor Ort ist vor allem die Standortentwicklung relevant: Takko will mit seinem preisorientierten Sortiment häufiger in den Zentren der Kleinstädte präsent sein. Die Expansion betrifft damit zunehmend auch Lagen, in denen sich bereits andere Bekleidungsanbieter konzentrieren.
Key Facts
Unternehmen: Takko Fashion
Strategie: Stärkerer Ausbau der Präsenz in deutschen Kleinstadt-Innenstädten
Bisheriger Standortschwerpunkt laut CEO Martino Pessina: Stadtrand und Fachmarktzentren
Begründung für zusätzliche Innenstadtstandorte laut Pessina: Günstigere Mieten
Einschränkung: Top-Lagen in Großstädten laut Pessina bislang nicht einbezogen
Weitere Standorttypen: Fachmarktzentren und Einkaufszentren
Aktuelle Jahrespläne laut Pessina: 130 Neueröffnungen und 100 Umbauten
Strategie SHINE 2028: Rund 300 zusätzliche Stores innerhalb von drei Jahren, gestartet 2025
Erstes Halbjahr 2026/27: 59 Neueröffnungen und 59 Modernisierungen
Halbjahresumsatz: 676 Mio. Euro, plus 7,1 Prozent
Flächenbereinigtes Umsatzwachstum im zweiten Quartal 2026/27: 7,2 Prozent
Innenstadtbeispiel: Rathaus Galerie Essen, eröffnet am 22. Juli 2026, rund 492 qm
Standortnetz: Mehr als 2.000 Stores in 17 europäischen Ländern
