Streik in Kambodscha eskaliert

  /  03.01.2014

Bei einem Einsatz der Militärpolizei im Zuge der Demonstrationen kambodschanischer Textilarbeiter kam es zu Waffengewalt…

Drei Menschen sollen im Zuge der seit mehreren Wochen andauernden Lohnstreiks der Textilarbeiter in Kambodscha kürzlich von Militärpolizisten durch Waffengewalt getötet, einige andere verletzt worden sein. Augenzeugen zufolge hatten die Sicherheitskräfte mehrere Schüsse abgegeben, nachdem eine Zufahrtsstraße südlich der Hauptstadt Phnom Penh durch die Protestierenden blockiert, Reifen angezündet sowie Gegenstände gegen die Polizei geworfen worden waren. Erste Schüsse sollen zunächst in die Luft, anschließend gezielt in die Menschenmenge abgefeuert worden sein.

Die Auseinandersetzungen waren die Folge eines landesweiten Streiks der Fabrikarbeiter, die für eine Verdopplung des monatlichen Mindestlohns auf rund 160 US-Dollar (knapp 120 Euro) demonstrierten. Ähnlich weiteren, von der Textilproduktion abhängigen Ländern zählt dieser Sektor auch in Kambodscha mit 85% des Exportvolumens zu den wichtigsten Einnahmequellen. Die Regierung hatte zunächst eingelenkt, wollte die Löhne jedoch nicht um das geforderte Doppelte, sondern um einen geringeren Anteil erhöhen. Die derzeitigen Zusammenstöße sollen sich auf das Umfeld eines koreanischen Textilunternehmers konzentrieren, der unter anderem Marken wie Gap, Banana Republic und Wal Mart beliefern soll.

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