Stellenstreichungen bei Brax

  /  29.06.2020

Brax führt den bereits vor der Corona-Krise eingeleiteten Transformationsprozess beschleunigt fort und streicht im Zuge dessen 120 bis 140 Stellen…

Die Corona-Pandemie trifft auch Brax, deshalb sei es laut Unternehmen unumgänglich, die Sachkosten und die Personalressourcen anzupassen. Am Hauptsitz in Herford werden dadurch 120 bis 140 Stellen – über alle Bereiche und Hierarchie-Ebenen hinweg – kurzfristig wegfallen. „Die Anpassung der Personalressourcen fällt uns sehr schwer. Die Geschäftsführung arbeitet sehr eng mit dem Betriebsrat zusammen und hat alle sozialen Belange im Blick. In den Gesprächen hat der Betriebsrat bereits Vorschläge und Ideen entwickelt, um den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Diese in die Tat umzusetzen bedarf einer gewissen Vorlaufzeit, sodass wir gemeinsam vereinbart haben, die Kurzarbeit bis Ende Juli 2020 zu verlängern. Die Summe aller Maßnahmen soll dazu führen, dass wir die Herausforderungen annehmen und unser Unternehmen erfolgreich weiterentwickeln können“, so Geschäftsführer Stefan Brandmann.

„Die Auswirkungen auf die Umsätze von Leineweber werden im Jahr 2020 und in den folgenden Jahren erheblich sein. Wir gehen heute davon aus, dass wir in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang von etwa 22% auf ca. 250 Mio. Euro rechnen müssen (2019: 320 Mio. Euro). Hierbei sind die Wholesale-Umsätze überproportional betroffen. Die Planungen für die Jahre ab 2021 zeigen, dass sich die Modebranche, aber auch wir uns, von der Krise nicht so schnell erholen werden“, sagt Marc Freyberg, Geschäftsleiter Marketing & E-Commerce / Unternehmenssprecher. „Trotz der aktuellen Rahmenbedingungen sind wir uns sicher, dass wir diese Krise überstehen werden und es eine langfristig positive Perspektive für Leineweber gibt. Dennoch ist es für die Zukunftsabsicherung des Unternehmens unabdingbar, dass wir den bereits vor der Krise eingeleiteten Transformationsprozess beschleunigt fortführen. Ziel ist es, die Firma noch kundenorientierter, klarer in den Prozessen, digitaler, flexibler und effizienter aufzustellen bei gleichzeitig jederzeit schneller Reaktionsmöglichkeit auf die Anforderungen der Märkte. Wir müssen die Kosten an das neue Umsatzniveau anpassen, um die Handlungs- und Zukunftsfähigkeit zu bewahren“, erklärt Geschäftsführer Michael Horst.

Eine für das Unternehmen wesentliche Entscheidung wurde in diesem Zusammenhang bereits getroffen: Thomas Dalsaß, COO für die Bereiche Digitalisierung/IT, Supply Chain- und Facility-Management, scheidet nach mehr als 18 Jahren in bestem Einvernehmen zum 31. Dezember 2020 aus dem Unternehmen aus. Seine Aufgaben werden auf verschiedenen Schultern innerhalb der Geschäftsführung verteilt: Stefan Brandmann verantwortet aus diesem Themenkomplex die Digitalisierung/IT und Facility Management, Johannes Weselek wird sich um das Supply Chain Management kümmern. „Darüber hinaus arbeiten wir an einer umfassenden Strukturveränderung in den Führungsgremien, die weitere Umsetzungsstärke bringen wird“, sagt Horst.

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