Die Steilmann SE ist „im Zuge des aktuellen Geschäftsverlaufs zahlungsunfähig“, heißt es seitens des Unternehmens. Zwischenzeitlich geführte Sanierungsverhandlungen hätten keinen Erfolg gehabt, der Vorstand stellt nun einen Insolvenzantrag. Die zu Steilmann gehörenden Adler Modemärkte erwarten laut eigenen Aussagen keine nennenswerten Auswirkungen auf das eigene Geschäft.
Steilmann war erst im November 2015 an die Börse gegangen, wollte so knapp 100 Mio. Euro einnehmen, musste sich allerdings aufgrund der schwachen Nachfrage mit 8,8 Mio. Euro zufrieden geben.
Update, 29. März 2016: Nach dem Insolvenzantrag der Steilmann SE laufen die Geschäfte vorerst weiter. Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Kebekus soll erste Maßnahmen zur Stabilisierung des Geschäfts eingeleitet haben, Gespräche mit Handelskunden, Lieferanten und anderen Partnern sollen folgen. Erst dann könnten Zukunftsoptionen eruiert werden, der Name Steilmann werde laut Kebekus bei der Suche aber sicherlich hilfreich sein. Die insgesamt 436 Mitarbeiter bekommen drei Monate Insolvenzausfallgeld von der Bundesagentur für Arbeit.
Der Aktienkurs der Steilmann SE brach vergangene Woche um knapp 90% ein, der der Adler Modemärkte AG um 5%.
