Der vorläufige Insolvenzverwalter für die deutschen Gesellschaften der Steilmann Gruppe, Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus, hat Investorenprozesse für die Aktivitäten des in die Insolvenz geratenen Konzerns gestartet. Ziel ist es, in den kommenden Wochen Lösungen zu finden, die die langfristige Weiterführung der operativen Geschäfte ermöglichen. Erste Gespräche mit potenziellen Interessenten für einzelne Aktivitäten sollen bereits laufen.
Die Steilmann SE hatte am 24. März einen Antrag auf Insolvenz gestellt, am 6. April 2016 folgten Anschlussinsolvenzen einer Reihe von deutschen Konzerngesellschaften. Die operativen Geschäfte in den einzelnen Gesellschaften laufen auch in der vorläufigen Insolvenz weiter; die Finanzierung könne in den kommenden Wochen aus eigener Kraft erfolgen und die zunächst geplante zusätzliche Brückenfinanzierung sei nicht erforderlich, heißt es seitens des Unternehmens. Im Zuge dessen wurde von dem nahezu endverhandelten Finanzierungsangebot eines Finanzinvestors Abstand genommen. Kebekus erklärt: „Unser Ziel ist, schnellstmöglich Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern eine neue Perspektive zu eröffnen. Dieses Vorgehen ist auch im besten Interesse der Gläubiger. Festzustellen ist, dass die Zukunftsaussichten je nach Gesellschaft sehr unterschiedlich zu bewerten sind.“
