Stationäre Dependancen entwickeln sich nach Meinung von 75% der Konsumenten immer stärker zu Servicekanälen für den Onlinehandel. Eine Verbraucherumfrage des Marktforschungsinstitutes Innofact im Rahmen des Ebay-Projektes „Zukunft des Handels“ zeigt, dass für gut die Hälfte der Verbraucher Dienstleistungen wie Reklamation (57%) und Abholung (52%) von online erstandener Ware zu wichtigen Serviceleistungen eines stationären Ladens der Zukunft gehören. 56% der Befragten gaben kund, dass das Bezahlen per Smartphone oder Fingerabdruck zukünftig zur standardisierten Bezahlmethode avancieren wird.
Ein zentraler Aspekt der Umfrage ist die Meinung vieler Verbraucher, dass nicht der virtuelle Handel ergänzend zum stationären fungiert, sondern umgekehrt – so halten 46% der Befragten die Möglichkeit, künftig Zahlungen über das Mobiltelefon zu tätigen, für einen elementaren Service. Ebenso gewinnt das Konzept des „Showroomings“ – Ausstellung von Produkten verbunden mit der Möglichkeit, diese in der Filiale über eine Online-Kaufoption nach Hause zu bestellen – für 45% der Teilnehmer an Bedeutung. Virtuelle Umkleidekabinen sind für jeden Dritten schon jetzt ein wichtiges Instrument im stationären Handel, der Einsatz von Displays und Tools als Element der Produktpräsentation erachten etwa 36% für unabdingbar.
Dr. Stephan Zoll, Deutschland-Chef von Ebay: „Die Konsumentenbefragung zeigt deutlich, dass Online- und Offlinehandel nicht in Konkurrenz miteinander stehen, sondern sich optimal ergänzen können. Verbraucher erwarten schon heute das Beste aus beiden Welten und einen nahtlosen Übergang zwischen den Einkaufskanälen. Deshalb werden innovative und integrierte Omnichannel-Strategien immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dies umfasst auch, dass im stationären Ladengeschäft Serviceleistungen für den Onlinehandel angeboten werden.“
