Eine ehemalige Angestellte des britischen Sportartikelkonzerns Sports Direct, Zahera Gabriel-Abraham, soll laut Berichten der Londoner Zeitung The Guardian gegen das Unternehmen aufgrund der „Zero-hours“-Verträge, unter denen sie bei der Kette angestellt sei, geklagt haben. Damit ist sie kein Einzelfall, allein bei Sports Direct seien rund 20.000 der 23.000 Angestellten nach diesem Arbeitsmodell beschäftigt, das Verkäufer dazu verpflichtet, jederzeit auf Abruf bereitzustehen. Diesem Konzept folgen auch Konzerne wie McDonalds und Cineworld, sogar die Angestellten beim Buckingham Palace stehen laut The Guardian in derlei vertraglichen Vereinbarungen.
Die britische Interessenvertretung 38 Degrees, die sich des Problems angenommen hat, hofft nun auf einen Präzedenzfall, der dem Vertragsmodell der „Zero-hours“ Einhalt gebieten könne. Ob eine derartige Klage vor Gericht Bestand hat, ist jedoch fraglich. Die Gruppe soll im Zuge dessen die eigenen Mitglieder aufgefordert haben, Kontakt mit Sports Direct aufzunehmen, um auf festgelegte Stundenverträge zu plädieren. Mehr als 125.000 E-Mails sollen demnach an CEO Dave Forrsey und Head of Retail, Karen Byers, gegangen sein.
