Speed-Programme bei Adidas

  /  27.05.2015

Adidas will den Kollektionsrhythmus im Rahmen der neuen Unternehmensstrategie beschleunigen. Ein Bekenntnis zum Segment Fast Fashion?

Einer der Grundpfeiler der überarbeiteten Unternehmensstrategie von Adidas wird die Einführung des Speed-Programms sein. Im Zuge der Refokussierung will der Konzern 50% aller Produkte bis zum Jahr 2020 auf derlei Konzepte umlegen, darunter „In-Season“-Creation – der komplette Kreationsprozess läuft innerhalb einer einzigen Saison ab – oder auch „Planned Responsiveness“ – Produkte werden so kreiert, dass auch kurzfristig zusätzliche Mengen auf den Markt gebracht werden können. Für die Linie Adidas Neo habe man bereits mit der ersten verkürzten Kollektionsproduktion begonnen – im Sinne des Fast Fashion-Business’ gelingt es Adidas nach eigenen Angaben schon jetzt, ausgewählte Waren innerhalb von 45 Tagen von der Idee bis in den Laden zu bringen. Dieses Programm wolle man künftig auch auf andere Bereiche anwenden. 

Auf die Frage, ob man die Produktion im Zuge dessen auf andere Billiglohnländer mit günstigeren Konditionen auszuweiten gedenke, antwortete das Unternehmen: „Wir lassen aktuell in mehr als 60 Ländern weltweit produzieren. Im Rahmen unserer Speed-Programme bringen wir die Produktion teilweise näher an die Absatzmärkte – zum Beispiel Produktionsstandort China für Absatzmärkte wie China, Türkei für Europa, Lateinamerika für USA oder Lateinamerika.“ Auch in Myanmar lasse man seit Beginn des Jahres produzieren. Den Nachhaltigkeitsstandard trotz Einstieg in das Fast Fashion-Segment einzuhalten könnte sich als schwierig gestalten, dennoch versicherte Adidas auf Nachfrage, dass sich alle Zulieferer verbindlich an die Workplace Standards im Rahmen des Code of Conduct halten müssten. Dieser sei vertraglich festgeschrieben und lege klare Regeln hinsichtlich Themen wie Gesundheit, Sicherheit, Arbeitsrechte und Umweltschutz fest. 

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