Smarketer gibt Tipps fürs Jahresendgeschäft

  /  23.10.2026

Smarketer gibt Händlern mit Onlinegeschäft fünf Empfehlungen für Black Friday und Weihnachten. Im Mittelpunkt stehen Sichtbarkeit, Werbeplanung und Ertrag…

Die Smarketer Group hat einen Leitfaden für das Jahresendgeschäft 2026 zusammengestellt. Die auf digitales Marketing spezialisierte Agenturgruppe verbindet darin eigene Analysen mit Plattformdaten und Erfahrungen aus der Kundenarbeit. Daraus leitet sie fünf Empfehlungen für Händler ab.

„Entscheidend ist, Kunden frühzeitig zu erreichen, die verschiedenen Marketingkanäle intelligent miteinander zu verbinden und die eigenen Budgets konsequent an wirtschaftlichen Zielen auszurichten“, sagt David Gabriel, Gründer und Geschäftsführer der Smarketer Group.

Kunden vor den Aktionstagen erreichen

Smarketer empfiehlt, Produkte bereits vor Black Friday sichtbar zu machen. Videos und andere Werbeformate sollen zunächst Interesse wecken. Anschließend können Händler Menschen, die sich mit ihren Produkten beschäftigt haben, erneut gezielt ansprechen. Die Gruppe verweist auf Microsoft-Daten zur Einkaufssaison 2024: In dieser Auswertung gingen 65 Prozent der im November und 44 Prozent der im Dezember erfassten Kaufabschlüsse auf erste Werbeklicks im Oktober zurück. Die Werbebudgets sollten der tatsächlichen Nachfrage folgen, damit besonders gefragte Zeiträume nicht durch starre Tageslimits eingeschränkt werden.

KI-Sichtbarkeit und Produktdaten prüfen

Händler sollten kontrollieren, ob ihre Marken bei Produktfragen und Vergleichen in KI-Antworten vorkommen. Gemeinsam mit der IT lässt sich prüfen, ob Schutzsysteme automatisierte Zugriffe einschränken. Angaben zu Produkten, Preisen und Verfügbarkeit sollten vollständig und maschinenlesbar hinterlegt sein. Smarketer empfiehlt außerdem, die Präsenz in Fachmedien, Vergleichsportalen und auf Bewertungsplattformen zu berücksichtigen, weil KI-Systeme auch Informationen von Drittseiten heranziehen. Die Tochteragentur Smawax führte zwischen März und Oktober 2026 insgesamt 1.382 Prüfungen für 1.102 Internetdomains durch. Bei markenneutralen Vergleichsfragen wurde die jeweils geprüfte Marke laut eigener Auswertung in 38 Prozent der Fälle genannt.

Rabatte am Ertrag ausrichten

Für die Bewertung einer Aktion sollte nach Empfehlung der Gruppe stärker zählen, was nach Preisnachlass und Kosten übrig bleibt. Viele Bestellungen allein machen eine Kampagne noch nicht wirtschaftlich erfolgreich. Statt pauschaler Rabatte nennt Smarketer gezielte Aktionen, Produktpakete und nach Einkaufswert gestaffelte Preisnachlässe. Auch Werbung bei Google und Microsoft sollten Händler stärker nach dem Deckungsbeitrag steuern, also dem Erlös nach Abzug variabler Kosten. Voraussetzung sind vollständige Produktdaten und eine verlässliche Messung der Kampagnenergebnisse.

Marktplatzaktionen gemeinsam mit der Werbung planen

Wer auf Amazon oder OTTO verkauft, sollte frühere Aktionen systematisch auswerten: Welche Produkte, Suchbegriffe und Rabattstufen haben funktioniert? Die zur Gruppe gehörende Marktplatzagentur Amzell empfiehlt, diese Erkenntnisse für die nächste Aktion zu nutzen. Werbekampagnen, Produktinformationen und Preisaktionen sollten aufeinander abgestimmt werden. Gute Produktdarstellungen sollen Kaufentscheidungen erleichtern; zusätzliche Verkäufe können nach Einschätzung der Agentur auch die Sichtbarkeit ohne bezahlte Werbung verbessern.

Social-Media-Inhalte testen und gezielt verstärken

Für Social Media rät Smarketer, unterschiedliche Werbemotive zu testen und mit Creatorn, also Inhalteproduzenten, zusammenzuarbeiten. Im November sollten erfolgreiche Inhalte stärker beworben und schwächere Motive ausgetauscht werden. Bei der Verteilung der Budgets sollen Einkaufswert und Profitabilität stärker zählen. KI-gestützte Verfahren können nach Angaben der Gruppe helfen, Videos in unterschiedlichen Formaten und Varianten zu erstellen und anhand der Kampagnenergebnisse weiterzuentwickeln.

Der Leitfaden „Marktvorsprung in Q4 2026 – Kanäle, Daten & Wachstum“ steht kostenlos zum Download bereit. Er richtet sich an Händler, Marken und Verantwortliche für das Onlinegeschäft und ergänzt die Empfehlungen um Kundenbeispiele, Checklisten und Praxistipps. Die Ergebnisse des Jahresendgeschäfts sollten nach Empfehlung der Gruppe auch für die weitere Marketingplanung genutzt werden.

Key Facts
Unternehmen: Smarketer Group, Berlin
Leitfaden: „Marktvorsprung in Q4 2026 – Kanäle, Daten & Wachstum“
Anlass: Black Friday und Weihnachtsgeschäft 2026
Zielgruppe: Händler, Marken und E-Commerce-Verantwortliche
Empfehlung 1: Kunden vor den Aktionstagen erreichen und Werbebudgets an der Nachfrage ausrichten
Empfehlung 2: KI-Sichtbarkeit, technische Erreichbarkeit, Produktdaten und Präsenz auf Drittseiten prüfen
Empfehlung 3: Rabatte kalkulieren und Kampagnen stärker nach Deckungsbeitrag steuern
Empfehlung 4: Frühere Marktplatzaktionen auswerten und Werbung, Produktinformationen und Preisaktionen gemeinsam planen
Empfehlung 5: Social-Media-Inhalte testen und Budgets stärker nach Einkaufswert und Profitabilität verteilen
Eigene Datengrundlage: 1.382 Smawax-Prüfungen für 1.102 Domains zwischen März und Oktober 2026
Ergebnis laut Smawax: Markennennung bei 38 Prozent der untersuchten markenneutralen Vergleichsfragen
Geltungsbereich: Geprüfte Websites und Fragen
Microsoft-Daten: Einkaufssaison 2024; 65 Prozent der erfassten November-Kaufabschlüsse und 44 Prozent der Dezember-Kaufabschlüsse gingen auf erste Werbeklicks im Oktober zurück
Marktplatzbezug: Amazon und OTTO, Empfehlungen durch Amzell
Zusatzinhalte: Kundenbeispiele, Checklisten und Praxistipps
Bezug: Kostenloser Download
Zitierter Experte: David Gabriel, Gründer und Geschäftsführer der Smarketer Group

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