Signa-Tochter insolvent

  /  27.11.2023

Eine deutsche Signa-Tochter ist insolvent. Bei René Benkos Imperium geht die Krise damit weiter. Bauprojekte könnten abgegeben werden; Galeria will die Mietzahlung aussetzen…

Die Signa Real Estate Management Germany, eine deutsche Immobiliengesellschaft aus dem Imperium der österreichischen Signa-Gruppe, hat wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz beim Amtsgericht Charlottenburg angemeldet. Die Signa-Krise mit Insolvenzanmeldungen und Baustopps geht damit weiter. Zuerst hatte die Signa Sports United im Oktober dieses Jahres einen Antrag auf Insolvenz gestellt, nachdem Signa eine zuvor zugesagte Finanzspritze zurückgezogen hatte. Gründer René Benko hatte sich schließlich Anfang November als Vorsitzender des Beirats zurückgezogen.

„Die Bemühungen um eine ganzheitliche Refinanzierung der Signa Gruppe gehen dennoch mit unverminderter Kraft weiter; die Signa Prime Selection AG und die Signa Development Selection AG haben bisher keinen Antrag gestellt“, heißt es laut Spiegel in einem Schreiben an die Mitarbeitenden. Die Gehälter seien für bis zu drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert.

Zu den derzeit gestoppten Bauprojekten zählt auch das mit Kosten von rund 950 Mio. Euro geplante Hochhausprojekt Elbtower in Hamburg. Laut Handelsblatt prüfe Milliardär und Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne derzeit eine Übernahme.

Die zu Signa gehörende Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof kündigte laut Medienberichten an, aufgrund der eventuellen Signa-Insolvenz die Mietzahlungen ab Dezember auszusetzen. Knapp 40 Mio. Euro Miete soll das Berliner KaDeWe jährlich zahlen. Beim Vormieter Karstadt sollen es noch rund 23,2 Mio. Euro gewesen sein.

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