Signa Holding meldet Konkurs an

  /  11.04.2024

Die insolvente Signa Holding hat den Sanierungsplan zurückgezogen und beim Amtsgericht jetzt ein Konkursverfahren beantragt. Die Hintergründe…

Die Signa Holding GmbH hat in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter den Sanierungsplanantrag am 11. April 2024 zurückgezogen und für das am 29. November 2023 eröffnete Sanierungsverfahren beim Handelsgericht in Wien die Abänderung in ein Konkursverfahren beantragt. Begründet wird dies damit, dass das Sanierungskonzept vor allem auf der werterhaltenden Restrukturierung der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften, insbesondere der Signa Prime Selection AG und der Signa Development Selection AG, beruhte.

Die Gläubiger der beiden Gesellschaften haben am 18. März 2023 einen jeweiligen Sanierungsplan mit einer Quote von 30% für die unbesicherten Insolvenzgläubiger angenommen, der zudem vorsieht, dass im Wesentlichen das gesamte Vermögen zur Verwertung an einen Treuhänder übergeben wird, wobei die Erlöse als Superquote an die Gläubiger ausgeschüttet werden. In den jeweils am 10. April abgehaltenen Hauptversammlungen der Signa Prime und der Signa Development haben die Aktionäre diesen Sanierungsplänen ebenfalls zugestimmt. Die voraussichtlichen Erlöse aus der Umsetzung dieser Treuhandsanierungspläne werden nach Einschätzung der jeweiligen Sanierungsverwalter schlussendlich zu einer Quote in der Bandbreite zwischen 23 und 32% für die Signa Prime sowie rund 32 bis 40% für die Signa Development führen. Die Signa Holding als Aktionärin würde erst im vierten Rang an den Erlösen partizipieren. Für die Signa Holding sei daher mit keinen nennenswerten Beteiligungswerten aus den Beteiligungen an Signa Prime und Signa Development mehr zu rechnen. Die beiden letztgenannten Unternehmenszweige sollen in Eigenverwaltung saniert werden.

Mit Zustimmung des Handelsgerichts wird das Insolvenzverfahren der Signa Holding von Masseverwalter Dr. Christof Stapf als Konkursverfahren fortgeführt. Eine Mindestquote zur Bedienung der Forderungen der Gläubiger fällt damit weg.

Die Signa Holding galt ursprünglich als Flaggschiff von Gründer René Benko. Sie meldete als erste zentrale Signa-Gesellschaft Insolvenz an.

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