Schuhumsätze sinken im Modehandel weniger

  /  30.10.2026

Die Schuhumsätze sinken bei Modehändlern weniger stark als im Schuhfachhandel. Das zeigt das H+P-Panel für die ersten neun Monate 2026…

Bei Damen- und Herrenschuhen verzeichnet der Modehandel geringere Umsatzverluste als der unabhängige Schuhfachhandel. Das zeigt das Datenpanel von Hachmeister + Partner für Januar bis September 2026. Verglichen werden ausschließlich Schuhumsätze: einerseits in Schuhgeschäften, andererseits bei Modehändlern, die neben Bekleidung auch Schuhe führen. Die Bekleidungsumsätze fließen in diesen Vergleich nicht ein.

Im Schuhfachhandel sank der Damenschuhumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,5 Prozent. Bei Herrenschuhen betrug das Minus 8,9 Prozent. Die erfassten Modehändler verloren mit Damenschuhen dagegen 3,3 Prozent Umsatz und mit Herrenschuhen 2,9 Prozent.

Besonders schwach verlief der Start in die Herbst/Winter-Saison. Im September verlor der Schuhfachhandel mit Damenschuhen 12,7 Prozent Umsatz, bei Herrenschuhen waren es 19 Prozent. Damenstiefel und Stiefeletten blieben 16,3 Prozent unter Vorjahr, Herrenstiefel 24,4 Prozent. Auch diese Warengruppen entwickelten sich im Modehandel weniger schwach: Die Rückgänge lagen dort bei 2,9 beziehungsweise 12,1 Prozent.

Zusätzlich sanken im Schuhfachhandel die tatsächlich erzielten Durchschnittspreise. Bei Damenschuhen lagen sie im Auswertungszeitraum 2,1 Prozent unter Vorjahr, bei Herrenschuhen 2,2 Prozent. Die Abschriftenquote bei Herrenschuhen, eine Kennzahl für Preisreduzierungen, erreichte 14,8 Prozent. Das sind 1,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Topselleranalyse von H+P zeigt zugleich Veränderungen innerhalb der Sortimente. Modische Retro-Sneaker, Velours und Brauntöne gewinnen an Bedeutung. Bei den Herren erscheinen klassische Schnürschuhe häufiger unter den erfolgreichsten Modellen. Die Ergebnisse beziehen sich auf die im Panel erfassten Händler und sind keine amtliche Vollerhebung des deutschen Schuhmarktes.

Key Facts
Datenquelle: Hachmeister + Partner, H+P-Data-Panel
Auswertungszeitraum: Januar bis September 2026
Gegenstand: Ausschließlich Schuhumsätze im unabhängigen Schuhfachhandel und im Modehandel, keine Bekleidungsumsätze
Damenschuhe im Schuhfachhandel: Minus 9,5 Prozent
Damenschuhe im Modehandel: Minus 3,3 Prozent
Herrenschuhe im Schuhfachhandel: Minus 8,9 Prozent
Herrenschuhe im Modehandel: Minus 2,9 Prozent
September im Schuhfachhandel: Damenschuhe minus 12,7 Prozent, Herrenschuhe minus 19 Prozent
September Damenstiefel und Stiefeletten: Schuhfachhandel minus 16,3 Prozent, Modehandel minus 2,9 Prozent
September Herrenstiefel: Schuhfachhandel minus 24,4 Prozent, Modehandel minus 12,1 Prozent
Erzielte Durchschnittspreise im Schuhfachhandel: Damenschuhe minus 2,1 Prozent, Herrenschuhe minus 2,2 Prozent
Abschriftenquote Herrenschuhe im Schuhfachhandel: 14,8 Prozent, plus 1,4 Prozentpunkte
Datengrundlage: Händlerpanel, keine amtliche Vollerhebung

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