Nach 116 Jahren wird das Schuhgeschäft Leiser im Juli 2022 auf der Berliner Tauentzienstraße 20 schließen; 2018 schloss in der deutschen Hauptstadt bereits die Filiale an der Ecke Kantstraße/Wilmersdorfer Straße. Die übrigen deutschen Leiser- und Leiser Comfort-Stores, unter anderem in Berlin, Potsdam, Dresden und Rostock, sollen hingegen geöffnet bleiben.
1891 zog Julius Klausner, ältester Sohn einer jüdischen Kaufmanns-Familie aus Tarnow, nach Berlin und überredet seinen Onkel, den Eierhändler Hermann Leiser, ins Schuhgeschäft einzusteigen. Auf der Oranienstraße 34 b in Berlin-Kreuzberg wurde der erste Shop eröffnet; „in den goldenen Zwanzigern“ wurde Leiser schließlich laut eigenen Angaben zum größten Schuh-Einzelhändler in Berlin. Zum 100-jährigen Jubiläum 1991 betrieb das Unternehmen, zu dem mittlerweile auch anika schuh, Schuhhof und Schuhkay gehören, 150 Filialen in Deutschland sowie Prag.
Schuhhaus Leiser-Flaggschiff schließt
/ 28.03.2022Der Leiser-Store auf der Tauentzienstraße in Berlin schließt diesen Sommer die Türen. Die weiteren Filialen des Unternehmens sollen hingegen bestehen bleiben…

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