Das erste Halbjahr 2012 lief für den Schuheinzelhandel eher bescheiden. 45% der Unternehmen machten weniger Umsatz als im Vorjahr, rund 39% verzeichneten einen Umsatzanstieg. Zu diesen Ergebnissen führte eine Umfrage des Bundesverband des deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) unter 100 Schuhfachhandelsunternehmen.
Mehr als die Hälfte der Schuhfachhändler registrierte schwächere Besucherzahlen als im Vorjahreszeitraum, unter anderem aufgrund der Witterungsverhältnisse. Da der Kaufbetrag pro Kunde aber gestiegen ist, konnte der Umsatz insgesamt um 1 bis 2% gesteigert werden.
Im ersten Quartal konnte nach guten Abverkäufen insbesondere im März noch ein Umsatzplus von 10 bis 11% verzeichnet werden, der April brachte der Branche dann allerdings die Talfahrt, der Umsatzrückgang betrug rund 20%. Als sich ab Mitte Juli endlich sommerliche Temperaturen einstellten, stieg die Nachfrage vor allem nach leichten Schuhen, die zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits im Preis reduziert waren.
Nach der BDSE-Befragung wollen 22% der Schuhfachhändler nun in dieser Ordersaison gezielter einkaufen und besonders auf die Einhaltung ihrer Limitplanung achten. 53% wollen das Budget für Frühjahr/Sommer 2013 sogar kürzen. Rund 20% wollen ihre Vororder zurückzufahren, um flexibler zu sein und mehr Nachorderaufträge platzieren zu können. Zudem möchte fast ein Viertel die Zahl der von ihnen geführten Labels reduzieren. Neuen Innovationen stehen die Einkäufer aber aufgeschlossen gegenüber.
In der Tendenz zeigt sich für das zweite Halbjahr eine optimistische Erwartungshaltung: 35% der Unternehmen rechnen mit einer Umsatzbelebung, 48% erwarten gleich bleibende Ergebnisse und 17% rechnen mit einer negativen Entwicklung. Die Vorlagen der Herbst/Winter-Saison 2011/12 sind allerdings auch nicht allzu hoch.
Schuhhandel plant Budgetkürzungen
/ 30.08.2012Der Schuheinzelhandel musste im ersten Halbjahr 2012 um seine Umsätze kämpfen. 45% der Unternehmen haben das Umsatzniveau des Vorjahres nicht erreicht, nur knapp 39% erzielten ein Umsatzplus. Dennoch startete die Branche zuversichtlich ins zweite Halbjahr.

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