Samwer-Brüder auf Investorensuche

  /  22.04.2013

Mit ihrer Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet haben die Samwer-Brüder seit bereits 15 Jahren in diverse Online-Portale wie Zalando investiert. Nun will man das Wachstum der Tochtergesellschaften „befeuern“.

Die Berliner Samwer-Brüder, die in den vergangenen 15 Jahren mit ihrer Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet in verschiedene Online-Portale investiert und sich so Anteile gesichert haben, planen laut Manager Magazin, mit internationalen E-Commerce-Start-ups Umsätze in Milliardenhöhe sowie zweistellige Renditen zu erwirtschaften. In den nächsten drei bis fünf Jahren will man ein „Imperium“ aufbauen, dass Modeketten wie Zara und H&M in die zweite Reihe verweist und „den Möbelgiganten Ikea abhängt“, heißt es in vertraulichen Unterlagen, die dem Hamburger Wirtschaftsmagazin vorliegen. Im Zentrum steht dabei der Modeversender Zalando, dessen internationale Tochtergesellschaften in Lateinamerika, Indien, Russland und Nahost lokalisiert sind.

Für die Verwirklichung der Pläne habe man bisher Investoren wie den indischen Stahlmagnaten Lakshmi Mittal und den ungarischen Milliardär Victor Pinchu gewinnen können, sei aber nach wie vor auf der Suche nach weiteren. Für 2016 sehe man die Erlöse für Dafiti, die brasilianische Tochtergesellschaft von Zalando, bei rund zwei Mrd. Euro, für die russische Zalando-Schwester Lamoda sind die Umsätze von rund 1,5 Mrd. Euro anvisiert. Der lateinamerikanische Amazon-Klon Linio soll 2017 einen Ertrag von 281 Mio. Euro und eine angenommene Umsatzrendite von 12% liefern. Amazon selbst brachte es im vergangenen Geschäftsjahr vergleichsweise auf etwa 1,1%.

Noch aber scheinen diverse Rocket Internet-Unternehmen deutliche Verluste einzufahren, so musste das in Südostasien beheimate Modeportal Zalora 2012 ein Minus von knapp 70 Mio. Euro hinnehmen, der Möbelableger Home24 verzeichnete Einbußen in Höhe von rund 40 Mio. Euro, so das Manager Magazin.

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