Die Insolvenz in vorläufiger Eigenverwaltung, die die Roeckl Handschuhe & Accessoires GmbH & Co. KG am 21. März 2017 beantragt hatte, wurde durch den Beschluss des Insolvenzgerichts München bestätigt – im Zuge dessen wird nun am 31. März 2017 nach den bereits angekündigten sieben Filialschließungen auch der Store auf der Friedrichstraße in Berlin geschlossen, der im Mai 2015 die Türen geöffnet hatte. Der Shop habe sich wesentlich schlechter entwickelt als erwartet; Roeckl konzentriert sich damit künftig auf die Filiale am Kurfürstendamm.
Die Löhne und Gehälter der verbleibenden rund 150 Angestellten in Deutschland sind bis Ende Mai 2017 durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert. Vorläufiger Sachverwalter des Verfahrens ist Rechtsanwalt Oliver Schartl von der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen. „Die Voraussetzungen für eine Sanierung des Unternehmens im Rahmen der Insolvenz in Eigenverwaltung liegen vor“, so Schartl. „Nach einer ersten Prüfung der wirtschaftlichen Lage sehe ich für Roeckl gute Aussichten auf eine erfolgreiche Sanierung und eine langfristige Fortführung des Geschäftsbetriebs.“
„Ich bin davon überzeugt, dass es uns gelingt, unser Familienunternehmen im Rahmen der geplanten Sanierung langfristig zu erhalten und in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Mit unseren Anpassungen an die neuen Marktbedingungen, einer Internationalisierung unseres Geschäfts und insbesondere der Konzentration auf die Haupt- und Großstädte bleiben wir ein leistungsstarker und vertrauensvoller Partner unserer Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter“, sagt Geschäftsführerin Annette Roeckl.
Roeckl mit Sanierungsstrategie
/ 31.03.2017Der Antrag der Marke Roeckl auf Insolvenz in Eigenverwaltung wurde jetzt bestätigt; die Sanierung bringt Store-Schließungen mit sich…

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