In Deutschland sollen die Einzelhandelsumsätze im Jahr 2012 nominal um etwa 1% steigen und ein Volumen von 410,1 Mrd. Euro erreichen. Dabei können Standorte, die bereits über eine hohe Anziehungskraft verfügen, stärker wachsen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die strukturschwächeren Regionen weitere Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Dies ist das Ergebnis der GfK Einzelhandelsumsatz-Studie, die zeigt, dass die Deutschen weiterhin die Konsumoptimisten Europas bleiben.
Neben einem guten Warenportfolio ist vor allem ein starkes Einzelhandelsumfeld wichtig, um Umsatz zu generieren. So weisen die einwohnerstärksten Regionen die höchsten Umsätze auf. Metropolen wie Berlin, Hamburg und München führen daher das Ranking der 15 umsatzstärksten Kreise Deutschlands an. Gemeinsam machen diese Regionen 21,3% des stationären Einzelhandelsumsatzes aus.
Bezieht man allerdings den Umsatz auf die Anzahl der Einwohner am Einkaufsort (relativer Umsatz) führen Standorte wie Straubing, Weiden, Passau, Schweinfurt und Rosenheim die Rangliste an. Diese Städte liegen alle in Bayern und erzielen rein rechnerisch doppelt so hohe Pro-Kopf-Umsätze wie der Bundesdurchschnitt. In diesen Städten zieht demnach der Einzelhandel Kaufkraft weit über die Grenzen des Stadtgebietes an, so dass die Umsätze deutlich höher sind als allein die Einzelhandelskaufkraft der Einwohner.
Retail-Umsätze: Anstieg erwartet
/ 15.02.2012Für die deutschen Einzelhandelsumsätze wird im Jahr 2012 ein nominales Umsatzplus von etwa 1% und somit ein Volumen von 410,1 Mrd. Euro erwartet. Allerdings wirkt sich die Umsatzsteigerung der Top-Standorte negativ auf die strukturschwachen Regionen aus.

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