Über einen Angriff auf Amazon und davon, bis 2017 zum Onlineshop Nummer Eins zu werden, sprachen die Gründer des Online-Marktplatzes Rakuten bei dem Markteintritt in Deutschland vor gut zwei Jahren. Auf dem diesjährigen Händlertreff „Rakuten Expo 2014“ in Berlin entschuldigte sich der seit Jahresbeginn amtierende CEO Dr. Christian Macht mit den Worten: „Wir haben unsere Versprechen teilweise nicht eingehalten.“ Der hierzulande erwartete Erfolg sei bisher ausgeblieben, doch Visionen, die schwächelnde E-Commerce-Plattform wieder auf Kurs zu bringen, soll der Manager dem Publikum schuldig geblieben sein. Stattdessen habe er beteuert, sich nicht mit erneuten Versprechungen fälschlich festlegen zu wollen.
Statt des angestrebten Titels, Deutschlands E-Commerce-Plattform Nummer Eins, nehme man hier „vielleicht die Nummer Drei“ unter den Online-Marktplätzen ein. Gründer Hiroshi Mikitani hingegen zeigte sich deutlich selbstbewusster: Rakuten habe es in der Heimat Japan geschafft, bei einzelnen Produktgruppen Marktanteile von bis zu 30% zu erobern. So wolle man künftig noch stärker auf das japanische Modell der Händlerunterstützung setzen, User-Zahlen vervielfältigen sowie deutschen Händlern den Weg auf die deutlich erfolgreichere französische Rakuten-Plattform ebnen. Doch auch die Händler stünden unter Zugzwang: „Nicht wir verkaufen, Sie verkaufen“, war der Grundtenor. Man wolle die Kundenbindung zwischen Händler und Konsument wieder in den Vordergrund rücken und werde in diesem Sinne keine Bedrohung für Ebay oder Amazon darstellen, da jene Unternehmen in der vergangenen Zeit verstärkt von Händlern kritisiert wurden.
Rakuten-Chef entschuldigt sich
/ 24.06.2014Der große Erfolg sei hierzulande bisher ausgeblieben, gestand der neue Rakuten-CEO Christian Macht ein. Ein Rezept zur Besserung gab er jedoch nicht preis…

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