Puma hat im dritten Quartal 2026 im Geschäft mit Handelspartnern währungsbereinigt 9,6 Prozent Umsatz verloren. Die Wholesale-Erlöse sanken auf 1,188 Mrd. Euro. Nach Unternehmensangaben belasteten eine schwächere Nachfrage von Handelspartnern in EMEA und Amerika sowie die gezielte Reduzierung von Geschäften mit großen Massenmarkt-Händlern.
Das Direktgeschäft mit Endkunden entwickelte sich besser: Der Onlineumsatz stieg währungsbereinigt um 7,8 Prozent, während die eigenen Stores 2,3 Prozent verloren. Insgesamt legte der Direktvertrieb um 1,2 Prozent zu. Der Konzernumsatz sank nominal um fünf Prozent auf 1,776 Mrd. Euro, währungsbereinigt um 6,3 Prozent.
Regional ging der Umsatz in EMEA, also Europa, Nahost und Afrika, währungsbereinigt um 11,5 Prozent zurück. Asien/Pazifik wuchs dagegen um zehn Prozent. Dort unterstützte unter anderem die Nachfrage nach flachen Sneakern wie dem Speedcat das Geschäft.
Die Vorräte lagen Ende September mit 1,609 Mrd. Euro um 24,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Puma führt den Rückgang hauptsächlich auf geringere Einkaufsvolumina zurück. Der Lagerabbau lässt sich deshalb nicht als Zeichen einer wieder stärkeren Nachfrage werten.
Operativ schrieb Puma einen Verlust von 11,4 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 16,2 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Zollerstattungen von 29,8 Mio. Euro stützten das aktuelle Ergebnis. Einmalige Kosten des Effizienzprogramms belasteten es mit 11,7 Mio. Euro.
Für das Gesamtjahr erwartet Puma einen operativen Verlust von 80 bis 130 Mio. Euro. Zuvor hatte die Spanne bei 50 bis 150 Mio. Euro gelegen. Die Prognose wurde damit eingegrenzt. Beim Umsatz rechnet das Unternehmen unverändert mit einem währungsbereinigten Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.
Key Facts
Unternehmen: Puma SE
Zeitraum: Drittes Quartal 2026
Konzernumsatz: 1,776 Mrd. Euro, nominal minus 5 Prozent, währungsbereinigt minus 6,3 Prozent
Wholesale-Umsatz: 1,188 Mrd. Euro, währungsbereinigt minus 9,6 Prozent
Direktvertrieb: Währungsbereinigt plus 1,2 Prozent
Onlinegeschäft: Währungsbereinigt plus 7,8 Prozent
Eigene Stores: Währungsbereinigt minus 2,3 Prozent
EMEA: Währungsbereinigt minus 11,5 Prozent
Asien/Pazifik: Währungsbereinigt plus 10 Prozent
Vorräte Ende September: 1,609 Mrd. Euro, gegenüber Vorjahr minus 24,3 Prozent
Operatives Ergebnis: Minus 11,4 Mio. Euro, nach plus 16,2 Mio. Euro im Vorjahr
Zollerstattungen: Positiver Ergebniseffekt von 29,8 Mio. Euro
Einmalige Belastungen aus Effizienzprogramm: 11,7 Mio. Euro
Jahresprognose: Operativer Verlust von 80 bis 130 Mio. Euro
