Puma hat im Zuge der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse eine erste Bilanz gezogen und zudem die Pläne für die kommenden Monate offenbart. Das Unternehmen hat die neue Running-Innovation Ignite eingeführt, ist ab dem 1. Januar 2016 eine langfristige Partnerschaft in der Formel 1 mit Infiniti Red Bull Racing eingegangen, ebenso wie mit dem „Wings for Life Run“, der von Red Bull-Gründer Dietrich Mateschitz ins Leben gerufen wurde, um die Rückenmarksforschung zu unterstützen. Durch die neue langfristige Vereinbarung mit dem Italienischen Fußballverband (FIGC) behält Puma den Status „Offizieller Master-Lizenznehmer des FIGC“ und weitet die Vermarktungsrechte für das weltweite Lizenzportfolio aus. Die Produktkommunikation soll weiterhin durch klarere Kernbotschaften verbessert und Markenbotschafter noch gezielter eingesetzt werden. Dieses Ziel spiegelt sich in der Fortsetzung der „Forever Faster“-Kampagne wider. Die Kooperation mit Rihanna soll bereits für positive Aufmerksamkeit gesorgt haben.
Künftig sollen die Vertriebsorganisationen verstärkt daran arbeiten, sowohl die Beziehungen mit strategischen Kunden als auch neue Kundenbeziehungen mit wichtigen Einzelhandelsunternehmen in traditionellen und Wachstumsmärkten zu verbessern. So wurde Anfang des Jahres unter anderem das erste Puma Lab in Europa bei Foot Locker in Mailand eröffnet. In den eigenen Einzelhandelsgeschäften wurde das Store-Design überarbeitet und im April dieses Jahres weltweit erstmals in Herzogenaurach umgesetzt. Um die Online-Präsenz zu verbessern, umfasst das Repertoire dort seit Anfang Mai 2015 nun auch Produkte aus der Select-Kollektion. Darüber hinaus arbeite man weiter an der Vereinfachung des Bereichs IT, der Organisationsstruktur und der internen Abläufe.
CEO Bjørn Gulden: „Pumas Umsätze im ersten Quartal wuchsen etwas stärker als erwartet [währungsbereinigt um 4,4% auf 821 Mio. Euro], was hauptsächlich auf die sehr positive Entwicklung im Bereich Schuhe [währungsbereinigtes Umsatzplus: 7,8% auf 378 Mio. Euro] zurückzuführen ist. […] Die negative Entwicklung bei den Wechselkursen hatte einen deutlichen negativen Effekt auf unsere Rohertragsmarge, unsere operativen Aufwendungen und damit auch auf unser EBIT und Konzernergebnis.“ Ersteres ging von 59 Mio. auf 38 Mio. Euro zurück, letzteres verringerte sich um 30,3% von 36 Mio. auf 25 Mio. Euro. Die bisherige Prognose für das Gesamtjahr 2015 (währungsbereinigter Anstieg der Umsatzerlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich, leichter Anstieg der Rohertragsmarge, leichter Anstieg des EBIT und des Konzerngewinns) wird angepasst. Das Unternehmen hält an der Umsatzprognose fest; allerdings rechne man aufgrund der negativen Währungseinflüsse nunmehr mit einem Rückgang der Rohertragsmarge. Das operative Ergebnis wird demzufolge in einer Bandbreite von 80 bis 100 Mio. Euro erwartet. Die Prognose für das Konzernergebnis wird entsprechend der Prognose für das operative Ergebnis nach unten angepasst.
