„Made in Bangladesh“ – dieser (Werbe-)Slogan ziert die nackte Brust einer jungen Frau, die ausschließlich in eine Jeans von American Apparel gekleidet ist. Das Commercial des amerikanischen Labels bewirbt darin die getragene Hose, die unter fairen Bedingungen hergestellt worden sei und dies nicht etwa in Bangladesch, dem Heimatland des Models, sondern in Los Angeles.
Für Diskussionen hat allerdings nicht nur der Slogan, sondern vorrangig der Zeitpunkt der Schaltung gesorgt, denn in weniger als einem Monat, am 14. April 2014 jährt sich der Einsturz des Gebäudekomplexes Rana Plaza, in dem rund 1.200 Textilarbeiter der dort untergebrachten Fabrik ums Leben kamen. Damit erntete das Unternehmen Kritik wie, die Werbung sei „geschmacklos“, dabei wolle man mit der Kampagne vor allem eines: Aufrütteln. So soll sie insbesondere auf die religiöse Thematik anspielen: Das Model sei nach Unternehmensangaben muslimisch erzogen worden, habe sich jedoch davon distanziert und feiere nun den Prozess der Emanzipation. Auch dieser Aspekt rief wiederum andere Diskussionen hervor, so impliziere das Plakat, dass die muslimische Lebensweise vieler Frauen in Bangladesch als schlecht, die amerikanische Freiheit als gut angesehen werde. Ausschließlich in den USA produzierte Kleidung zu kaufen, sei aber keine Lösung des Problems, vielmehr gelte es, bei den Unternehmen faire Produktionsbedingungen weltweit einzufordern.
American Apparel selbst stand schon einige Male wegen der widrigen Arbeitsbedingungen in der Kritik und auch die provokanten Werbekampagnen sorgten früher schon für negative Schlagzeilen.
Provokante Werbung von American Apparel
/ 19.03.2014Mit einer kontroversen Kampagne wirbt American Apparel aktuell für die eigenen Kollektionen. Im Zentrum steht ein junges Model aus Bangladesch…

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