Anlässlich des zweiten Jahrestages des Fabrikzusammensturzes Rana Plazas in Bangladesch protestieren Aktivisten des Inkota-Netzwerks und der Kampagne für Saubere Kleidung am 23. April 2015 vor dem Einkaufscenter Forum Steglitz in Berlin. Mit der Aktion wollen sie vor allem Benetton, aber auch deutsche Textilhersteller wie Adler Modemärkte, NKD und die Kanz/Kids Fashion Group dazu auffordern, in den Entschädigungsfonds einzuzahlen, in dem noch 9 Mio. US-Dollar fehlen. „Rund zwei Jahre nach der Katastrophe erhärtet sich der Verdacht, dass die Unternehmen darauf setzen, dass die Zeit die Wunden vergessen macht“, so Berndt Hinzmann vom Inkota-Netzwerk.
Im Fokus der Kritik steht vor allem das Unternehmen Benetton, das umgehend mindestens 5 Mio. US-Dollar einzahlen soll. Erst kürzlich hatte sich Benetton bereit erklärt, Zahlungen zu leisten, allerdings ohne konkrete Angaben zu Höhe und Zeitpunkt. Die Internationale Arbeitsorganisation hatte berechnet, dass 30 Mio. US-Dollar benötigt werden, um alle Opfer und ihre Hinterbliebenen angemessen entschädigen zu können; erste Auszahlungen seien bereits erfolgt.
Protestaktion zum 2. Rana Plaza-Jahrestag
/ 16.04.2015Im April jährt sich der Tag der Rana Plaza-Katastrophe zum zweiten Mal – Anlass für Proteste aufgrund fehlender Zahlungen einiger Unternehmen…

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