Adidas soll bereit sein, für eine zehnjährige Verlängerung des Sponsoring-Vertrags mit dem DFB eine Milliarde Euro zu bezahlen. Nicht einmal einen Euro hätte das Unternehmen hingegen für eine Arbeiterin übrig, die ein Deutschland-Trikot näht – oftmals unter miserablen Arbeitsbedingungen, so der Vorwurf der Christlichen Initiative Romero.
4.500 Protestpostkarten unter dem Motto „Play fair-pay fair“, die seit der Weltmeisterschaft 2014 verteilt wurden, sind jetzt auf dem Weg zur Adidas Zentrale in Herzogenaurach, mit der Forderung, der Konzern solle existenzsichernde Löhne zahlen, die die Grundbedürfnisse der Arbeiter und deren Familien decken. Außerdem solle Adidas aufhören, damit zu drohen, die Adidas-Reebok Produktion woanders aufzubauen, wenn ein Produktionsland die gesetzlichen Mindestlöhne anheben sollte. „Mit einer Hand verteilt die Adidas Group Sponsoring Millionen, mit der anderen speist sie die Arbeiter in den Zuliefererfabriken mit einem Hungerlohn ab. Es wird Zeit, dass Adidas den schönen Worten aus dem Firmenkodex Taten folgen lässt und existenzsichernde Löhne zahlt“, fordert Kirsten Clodius von Romero.
