Prognose: solide Retail-Investment-Nachfrage

  /  25.01.2013

Da sich der Markt für Handelsimmobilien laut Jones Lang LaSalle in guter Verfassung befindet, prognostiziert das Unternehmen ein solides Jahr auf den Vermietungs- und Investmentmärkten.

Der deutsche Markt für einzelhandelsgenutzte Gewerbeimmobilien zeigt sich im europaweiten Vergleich in guter Verfassung. Zu diesem Ergebnis kommt das Unternehmen Jones Lang LaSalle, das aufgrund des stabilen Arbeitsmarktes in Kombination mit einer adäquaten Konsumneigung ein solides Jahr auf dem Vermietungs- und Investmentmarkt für Einzelhandelsimmobilien prognostiziert. Zwar ist das Flächenvolumen im Vermietungsjahr 2012 mit rund 590.000 qm im Vergleich zum Vorjahr (etwa 678.000 qm) um 13% zurückgegangen, gleichzeitig stieg aber die Anzahl der Abschlüsse von 980 auf 990. Kleine Deals fanden im vergangenen Jahr mehr Zuspruch.

Im vierten Quartal 2012 entfielen lediglich 30% des vermittelten Flächenvolumens auf die Big 10-Städte. Zu Beginn des Jahres hatte deren Anteil noch bei rund 40% gelegen. Dies zeigt, dass aufgrund des nach wie vor knappen Angebots an geeigneten Flächen andere Großstädte aber auch Klein- und Mittelstädte verstärkt in den Fokus der Retailer rücken. Berlin führt mit 76.000 qm vermittelter Fläche jedoch unangefochten das Ranking der Metropolen an, es folgt Köln mit 26.000 qm vor München mit rund 24.000 am. Neben Berlin und Köln konnten nur Leipzig und Nürnberg ihr Ergebnis mit 7.000 qm  bzw. 4.000 qm gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern

Deutschlandweit dominierten 2012 zwar Büroimmobilien mit einem Anteil von über 40% des gesamten Gewerbeimmobilien-Transaktionsvolumens das Geschehen, Einzelhandelsimmobilien kommen in der Gesamtbetrachtung mit 7,9 Mrd. Euro jedoch ebenfalls auf 31% und spielen – anders als Büroimmobilien – auch außerhalb der Großstädte eine starke Rolle. Stärkste Retail-Anlageklasse war, wie in den Vorjahren, auch 2012 die der Shopping-Center mit einem Transaktionsvolumen von rund 3,04 Mrd. Euro. Knapp dahinter liegen Waren- und Geschäftshäuser mit 3,0 Mrd. Euro vor Fachmarktzentren mit 1,2 Mrd. Euro.

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