Primark war im Juni dieses Jahres aufgrund eines Etiketten-Skandals in den Schlagzeilen; in Kleidungsstücken der Kette waren eingenähte Hilferufe von angeblichen Näherinnen des Unternehmens gefunden worden – auf den Umsatz soll sich dies nicht ausgewirkt haben, so Deutschland-Chef Wolfgang Krogmann gegenüber den Stuttgarter Nachrichten. Es sei aber eine Diskussion befeuert worden, mit der man sich auseinandergesetzt und die man als Aufforderung verstanden habe, sich noch sorgfältiger mit diesen Dingen zu beschäftigen. Ein Teil davon sei ein von Primark aufgestellter Verhaltenskodex, der sagt, wie sich Lieferanten gegenüber Mitarbeitern zu verhalten haben. Das beziehe sich auf Arbeitszeiten, Pausen, Gebäudesicherheit oder die Bezahlung. Der Kodex sei die Mindeststufe, an der man weiter arbeite.
Zur Preispolitik erklärt Krogmann, Primark habe keine eigenen Fabriken, sondern teilen sie mit Wettbewerbern, im Gegensatz zu denen das Unternehmen aber ein schlankes Kostenkonzept entwickelt habe, von der Logistik bis hin zur Verwaltung und dem Verzicht auf Werbung. Der Verdienst für das Personal liege mit zwischen 9,45 und 13,72 Euro Stundenlohn hingegen deutlich über dem Mindestlohn. Tarifgebunden sei man allerdings nicht, da der Tarifvertrag nicht mehr zeitgemäß sei.
Die Deutschland-Expansion der Modekette soll weiter vorangetrieben werden, in Freiburg werde dem Unternehmen vieles angeboten, aber auch Mannheim sei eine gute Stadt, man brauche aber mindestens 5.000 qm Verkaufsfläche. Zudem setze man sich mit dem Thema Webshop, wenn auch noch nicht konkret, auseinander, gerade im Young-Fashion-Bereich gebe es aber hohe Retourenquoten.
Primark: kein Minus durch Etikettenskandal
/ 09.10.2014Die Diskussion um in Kleidung von Primark eingenähte Protest-Labels angeblicher Textilarbeiterinnen aus Bangladesch soll keine negativen Folgen gehabt haben…

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