Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 konnte die Deichmann-Gruppe einen konzernweiten Umsatz von 4,9 Mrd. Euro (2013: 4,6 Mrd. Euro) verbuchen, was einer Nettosumme von 4,2 Mrd. Euro und demzufolge einer Steigerung von 6%, währungsbereinigt 2,1%, entspricht. Mit einem Anteil von 59% wurde mehr als die Hälfte der Umsätze im Ausland erwirtschaftet, sodass sich der Umsatz in Deutschland auf eine Summe von etwa zwei Mrd. Euro brutto, 1,7 Mrd. Euro netto, beläuft. Dabei handelt es sich um einen Zuwachs von 5,1% im Vergleich zu 2013, woraus sich ein flächenbereinigtes Wachstum von 3% ergibt.
„2014 war für die Deichmann-Gruppe ein erfolgreiches Geschäftsjahr in einem schwierigen Umfeld. Ob der warme Winter, die weltweiten Währungsschwankungen oder die wirtschaftlichen Turbulenzen in einigen Ländern: Unser Unternehmen stand zahlreichen Herausforderungen gegenüber, die wir gut gemeistert haben“, zieht Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deichmann SE, Bilanz.
Weltweit verkaufte die Unternehmensgruppe über die Stores in den 23 europäischen Ländern, den Niederlassungen in den USA sowie über weitere Vertriebskanäle wie Webshops 172 Millionen Paar Schuhe, fünf Millionen Paar mehr – und damit ein Plus von 3% – im Vergleich zum Vorjahr. 75,2 Millionen Paar wurden hierzulande von Konsumenten erworben. Für 2015 plant der Konzern die Eröffnung von 150 Filialen, die Schließung diverser nicht rentabler Läden, die Modernisierung einiger Geschäfte sowie die Erweiterung von IT und Logistik, in die eine Investitionssumme von 208 Mio. Euro – 79 Mio. Euro davon verfallen auf Deutschland – fließen soll. Seit Kurzem ist Deichmann zudem mit einem eigenen Shop auf der Plattform Ebay vertreten, in dem rund 1.700 Artikel aus den Bereichen Schuhe und Accessoires präsentiert werden. „Für uns ist nicht entscheidend, welchen Umsatzanteil der einzelne Vertriebskanal hat“, so Deichmann, „sondern dass der Kunde den Umsatz mit uns macht.“
2015 plane man abgesehen von der Expansion auf bereits erschlossenen Märkten darüber hinaus internationales Wachstum mit anderen Formaten innerhalb der Unternehmensgruppe, so werde der helvetische Sportartikelhändler Ochsner Sport erstmals eine Filiale hierzulande, in Neu-Ulm, eröffnen. Wachsen wolle man auch weiterhin „aus eigener Kraft, ohne Kredite“, Deichmann solle auch künftig ein unabhängiges Familienunternehmen bleiben.
