Pohland hat einen Insolvenzantrag gestellt. Nach dem Rückzug des strategischen Investors, der Clinton Group, und der damit einhergehenden nicht mehr gegebenen Durchfinanzierung soll die Pohland Herrenkleidung GmbH & Co KG nun im Rahmen eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung restrukturiert werden. Dazu hat sich der langjährige Geschäftsführer Bruno Uphues unter Übernahme der Beteiligung entschieden.
Beraten wird das Unternehmen durch Rechtsanwältin Dr. Bettina Breitenbücher von der Kanzlei Kübler. „Nicht alle der zwölf Filialen arbeiten kostendeckend“, erklärt sie. „Nun muss für jede einzelne Filiale eine betriebswirtschaftliche Analyse durchgeführt werden. Im Rahmen eines Insolvenzplans soll das Unternehmen dann grundlegend saniert werden, damit es nachhaltig am Markt operieren kann.“ Die Löhne der circa 230 Mitarbeiter seien für die nächsten Monate durch Insolvenzgeld gesichert. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Dr. Dirk Wegener bestellt. In der Restrukturierung ist zudem Markus Roll von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft beratend tätig.
Nachdem Pohland 2009 in Folge des kurzfristigen Ausstiegs des Finanzinvestors Aurelius Insolvenz anmelden musste, wurde es mit sechs Filialen fortgeführt. 2013 trat die Clinton Group als Mehrheitsgesellschafter in das Unternehmen ein.
