Das Handelsgericht Lille in Frankreich hat Ende Mai 2024 ein Schutzschirmverfahren eröffnet, beantragt von Salih Halassi, CEO der Modekette Pimkie, die im Februar letzten Jahres den Besitzer gewechselt hatte. Pimkie wurde von einem Konsortium, bestehend aus der französischen Tochtergesellschaft des Denim-Spezialisten Lee Cooper, dem Sockenhersteller Kindy und dem türkischen Textilproduzenten Ibisler Tekstil, übernommen; im Zuge dessen wurde das Unternehmen Pimkinvest rund um Halassi gegründet.
Pimkie sei noch nicht zahlungsunfähig, müsse aber eine Umstrukturierung vornehmen, um fortbestehen zu können. 2023 wurden in Frankreich bereits mehr als 60 Stores geschlossen und gut 250 Stellen abgebaut, weitere 36 Läden und 240 Stellen sollen nun folgen. Abzuwarten bleibt, aber weitere Schließungen hinzukommen; unter dem Schutzschirm sollen eine Neuverhandlung der Mieten sowie der Logistik- und Stromverträge stattfinden.
In Deutschland steht die Framode GmbH hinter Pimkie, die 2020 das erste Schutzschirmverfahren angemeldet hatte, das am 31. März 2021 schließlich aufgehoben wurde. Rund 40 Filialen wurden fortgeführt, 35 geschlossen. Anfang dieses Jahres folgte ein weiteres Schutzschirmverfahren und bislang fünf von den übrigen 20 Stores wurden in „Kilo Shops“ – Secondhand-Läden, in denen nach Gewicht bezahlt wird – umgewandelt. Pimkie-Mode kann hierzulande außerdem bei About You gekauft werden.
Pimkie im Schutzschirmverfahren
/ 03.06.2024Pimkie befindet sich in einem Schutzschirmverfahren, das von CEO Salih Halassi initiiert wurde. Nun sollen u.a. Mietverträge neu verhandelt werden…

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