Am 3. September 2012 fand eine Eil-Aktion der Clean Clothes Campaign statt, im Rahmen derer eine Petition mit fast 50.000 Unterschriften in der US-Zentrale von Adidas sowie in Flagship-Stores in Großbritannien und Deutschland ausgehändigt wurde. In dieser wird das Unternehmen dazu aufgefordert, eine Abfindung von 1,8 Mio. US-Dollar an die 2.800 Arbeiter des ehemaligen Zulieferers PT Kizone in Indonesien zu zahlen. Der Fabrikbesitzer floh vergangenes Jahr aus dem Land und der Betrieb musste im März 2011 geschlossen werden.
Seitdem forderten immer wieder Arbeitsrechtsgruppen oder Geschäftspartner Adidas dazu auf, für die Abfindungszahlungen der Beschäftigten aufzukommen. Adidas entgegnet, dass das Unternehmen all seinen vertraglichen Verpflichtungen nachgekommen sei, aber nicht die Verantwortung für die finanziellen Verpflichtungen übernehmen werde, die beim ehemaligen PT Kizone-Besitzer lägen. Als verantwortungsbewusstes Unternehmen stelle die Adidas Gruppe humanitäre Hilfe bereit und biete hunderten ehemaligen PT Kizone Beschäftigten weiterhin Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung an. Kürzlich wurde außerdem ein Lebensmittelhilfsprogramm im Wert von bis zu 250.000 US-Dollar gestartet, in dessen erster Woche Lebensmittelgutscheine an knapp 2.500 ehemalige Beschäftigte und deren Familien ausgegeben wurden.
Laut Adidas haben zudem bereits 1.200 ehemalige PT Kizone Beschäftigte neue Anstellungen gefunden, darunter rund 200 bei Zulieferbetrieben der Adidas Gruppe.
Petition gegen Adidas
/ 03.09.2012Im März 2011 musste der indonesische Adidas-Zulieferer PT Kizone geschlossen werden, seitdem gab es immer wieder Abfindungszahlungs-Aufforderungen an Adidas für die ehemaligen Beschäftigten. Jetzt wurden im Rahmen eines Protestschreibens 50.000 Unterschriften gesammelt.

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