Die Bekleidungskonzerne H&M und IC Companys haben aufgrund einer Dokumentation der Tierschutzorganisation Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) Produkte aus Angora aus dem Sortiment genommen. Die Ergebnisse der Recherche zeigen brutale Scher- und Rupfmethoden von Kaninchen in diversen chinesischen Angora-Farmen. Peta zufolge werde diesen bei vollem Bewusstsein das Fell vom Körper gerissen oder geschnitten. Die schwedische Modekette hat laut einer Mitteilung die Produktion sofort eingestellt, bis man sichergestellt habe, dass eine „strenge, geltende Produktpolitik eingehalten wird“. Man akzeptiere nicht, dass Tiere derart schlecht behandelt werden.
Der Konzern IC Companys, zu dem unter anderem Marken wie Tiger of Sweden und by Marlene Birger gehören, empfinde kein Produkt für so wichtig für den Markt und für das Unternehmen, dass es die Misshandlung von Tieren rechtfertige. Diese Praktiken gehen keineswegs konform mit der Unternehmenspolitik und man werde sein möglichstes tun, um diese Behandlung zu stoppen. „Wir werden erst dann wieder Angora verwenden, wenn wir in der Lieferkette komplette Transparenz sicherstellen und somit Misshandlungen der Tiere innerhalb derlei Farmen ausschließen können“, heißt es seitens des Unternehmens. Voraussichtlich wolle man die Sommerkollektion 2014 angorafrei produzieren.
Der schwedische Filialist H&M plant nicht nur den sofortigen Produktionsstopp von Angora-Artikeln, sondern offeriert die Möglichkeit, bereits gekaufte Textilien aus diesem Material zurückzubringen. Die Kosten sollen vollständig erstattet werden. Das Unternehmen betont zudem, dass die durchzuführenden Kontrollen bei Lieferanten künftig verschärft und auf deren Zulieferer ausgedehnt werden sollen.
