Mit den immer stärker verbreiteten digitalen Shopping-Möglichkeiten ist der internationale Handel über das Internet in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen und soll diesem Aufwärtstrend laut einer Studie des Meinungsumfrageinstituts Nielsen Research im Auftrag von PayPal auch weiterhin folgen. Der Report mit dem Titel „Modern Spice Routes: The Cultural Impact and Economic Opportunity of Cross-Border Shopping“ soll zeigen, welche Bedeutung und Auswirkungen grenzüberschreitende Einkäufe auf internationaler Ebene heute haben.
Daraus ergibt sich das Bild der „modernen Gewürzstraßen“ – wo früher Gewürze und Stoffe über Handelsstraßen transportiert wurden, fließen nun Waren und Gelder über virtuelle Wege. Dieser Cross-Border-Handel macht heute bereits etwa ein Viertel des gesamten Zahlungsvolumens von PayPal aus. Zusammen mit den bisher unveröffentlichten Zahlen des Unternehmens soll sich ableiten lassen, dass das Handelsvolumen sich in den kommenden fünf Jahren auf 307 Mrd. US-Dollar nahezu verdreifachen könnte, da schon in 2013 Waren im Wert von rund 105 Mrd. US-Dollar (knapp 80 Mrd. Euro) auf dem grenzüberschreitenden Shopping-Markt bewegt werden.
Aktuell seien rund 25% der über PayPal bezahlten Einkäufe grenzüberschreitend. Zu den beliebtesten Kategorien zählen Kleidung, Schuhe und Accessoires (12,5 Mrd. US-Dollar Warenwert), Produkte aus den Bereichen Gesundheit und Beauty (7,6 Mrd. US-Dollar), Schmuck und Uhren, Unterhaltungselektronik sowie Computer-Hardware mit in etwa 6 Mrd. US-Dollar Warenwert.
„Grenzüberschreitendes Online-Shopping hat enormes Potenzial für die Verbraucher, da sie direkt von Händlern auf der ganzen Welt kaufen können“, so David Marcus, CEO von PayPal. „Die Entstehung dieser ‚modernen Gewürzstraßen’ hat daher positive Auswirkungen auf die Wirtschaft und besonders auf kleine Unternehmen auf der ganzen Welt.“ Zu den beliebtesten ausländischen Online-Shopping-Orten gehören laut PayPal die USA (45%), Großbritannien (37%), das chinesische Festland (26%), Hongkong (25%), Kanada (18%), Australien (16%) und Deutschland (14%). Argentinien, Israel und Russland seien im Hinblick auf die PayPal-Nutzung die am schnellsten wachsenden Exportmärkte.
Schwierig mache den grenzübergreifenden Handel allerdings das Misstrauen vieler Verbraucher: Fast 7 von 10 (69%) Online-Shoppern schreckt die Angst vor Identitätsdiebstahl und Betrug von einer grenzüberschreitenden Online-Zahlung ab, deshalb werde der Käuferschutz eine zunehmend wichtigere Rolle spielen, glaubt Marcus.
