Mit mehr als 27.000 Besuchern pro Stunde zu Spitzenzeiten können sich Kölns Einkaufsmeilen Schilderstraße (14.590 Passanten/Stunde) und Hohe Straße (12.795) die ersten beiden Plätze der Passantenfrequenz-Zählung 2014 durch das Immobilienunternehmen Jones Lang LaSalle sichern. Die Stuttgarter Königstraße, der Dortmunder Westenhellweg (Vorjahressieger) und die Flinger Straße in Düsseldorf komplettieren die Top 5 der 170 wichtigsten Einkaufsstraßen Deutschlands. Die Gesamtzahl der 760.000 Passanten liegt laut Erhebung trotz steigenden Interesses an der Onlinehandel-Landschaft mit rund 16% über dem Wert des Vorjahres.
Dirk Wichner, Leiter Einzelhandelsvermietung Deutschland bei JLL: „Die Passantenfrequenzen sind nicht das allein entscheidende Kriterium für die Ansiedlung von Handelsunternehmen in Deutschlands Einkaufsmeilen. Hierfür ist die Erhebung von zu vielen variablen Einflussgrößen abhängig. […] Kennziffern wie die Spitzenmiete, Zentralität oder Kaufkraft erhalten mit den Frequenzen zusätzliche Aussagekraft. Trotz der mit jeder Frequenzzählung verbundenen Unwägbarkeiten zeigt sich auch 2014 ein im langjährigen Vergleich sehr stabiles Bild. Über 85% der 50 bestfrequentierten Straßen waren auch im Vorjahr Bestandteil dieser Gruppe.“
Die Top Ten komplettieren die Spitaler Straße in Hamburg, die Kaufingerstraße in München, die Wiesbadener Kirchgasse sowie die Georgstraße in Hannover und die Frankfurter Zeil. Die mit Abstand höchste Anzahl an Hochfrequenzlagen gibt es in Berlin und München. Keine andere Metropole zeigt auf gleich sechs Einkaufsmeilen einen Wert von jeweils über 5.000 Passanten pro Stunde. In Berlin sind dies in der Reihenfolge ihrer Frequenzstärke die Tauentzienstraße, Schlossstraße, der Kurfürstendamm, die Friedrichstraße, die Wilmersdorfer Straße und der Alexanderplatz. In München erreichen die Kaufingerstraße, die Weinstraße, die Neuhauser Straße, das Tal, die Sendlinger Straße und Residenzstraße dieses Niveau. Im bundeslandweiten Vergleich ist Nordrhein-Westfalen das Maß der Dinge: Insgesamt neun Städte erzielen dort mit ihrer jeweiligen Spitzenlage Frequenzen oberhalb von 5.000 Passanten pro Stunde.
Daraus ergibt sich für Wichner folgendes Fazit: „Aus unserer Sicht zeichnen die Zahlen ein positives Bild des stationären Handels in Deutschland. […] Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Händler insgesamt über Besucherrückgänge berichten. Wie auf dem Vermietungsmarkt für Ladenlokale, sind es insbesondere die größeren Städte, in denen der Handel nach wie vor floriert. Viele Städte mit niedrigeren Einwohnerzahlen haben deshalb erkannt, dass die gewachsenen Einkaufsstraßen eine wichtige Größe für ihre Gesamtattraktivität darstellen. In Zeiten des wachsenden Onlinehandels gilt es, diese Erkenntnis gezielt mit guten Ideen und Investitionen zu unterlegen. Nur so lässt sich unsere in Europa einzigartige Handelslandschaft dauerhaft und in der heutigen Qualität aufrechterhalten.“
Passantenfrequenz trotzt Onlinehandel
/ 13.05.2014Trotz zunehmender Bedeutung des E-Handels zeigen sich Deutschlands Einkaufsmeilen mit bis zu 27.000 Visitors pro Stunde gut frequentiert; allen voran…

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