Das österreichische Wäscheunternehmen Palmers hat beim Landesgericht Wiener Neustadt Insolvenz angemeldet, nachdem bislang kein Investor gefunden werden konnte. Die Ursachen für den Antrag auf ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung sollen im Wettbewerb in einem gesättigten Markt, der Inflation und im Zuge dessen dem Kaufkraftverlust liegen.
Palmers hatte vorsorglich schon vor einigen Wochen Kündigungen beim österreichischen AMS (Arbeitsmarktservice)-Frühwarnsystem gemeldet. Man arbeite derzeit mit Hochdruck daran, die Gehälter der mehr als 500 Beschäftigten, die seit Januar dieses Jahres offen sind, über das Insolvenzgeld auszuzahlen.
Von der Insolvenz sind 490 Gläubiger betroffen, ihnen wird eine Quote von 30% angeboten. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 51 Mio. Euro, Ende Juni 2025 soll zudem die Rückzahlung eines Kredits, der im Zuge der Corona-Pandemie gewährt wurde, fällig werden. Der Nettoverlust des Unternehmens betrug im Geschäftsjahr 2023/24 rund 14,7 Mio. Euro. Damit war er mehr als dreimal so hoch wie noch im Jahr zuvor.
Bereits im Herbst 2024 kündigte Palmers an, sich im Laufe der nächsten zwei Jahre von rund einem Sechstel der Stores zu trennen – von 120 Shops sollen 20 die Türen schließen.
Update, 17. Februar 2025: Das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung wurde am 15. Februar eröffnet. Die erste Gläubigerversammlung soll am 4. März 2025 stattfinden.
Palmers hat Insolvenz angemeldet
/ 13.02.2025Palmers hat einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt; ein Investor wurde nicht gefunden. Ziel sei die Fortführung des Unternehmens…

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