Outdoor-Kleidung: sozial nachhaltiger

  /  20.11.2012

Outdoor-Firmen zeigen eine positive Entwicklung in Bezug auf die Einhaltung und Umsetzung von Sozialstandards. Zu diesem Ergebnis führte eine Befragung der Clean Clothes Campaign.

Vor wenigen Wochen noch wurden unter anderem die Ergebnisse einer Studie im Auftrag von Greenpeace veröffentlicht, in deren Rahmen wetterfeste Markenkleidung auf per- und polyfluorierte Chemikalien sowie weitere Schadstoffe untersucht und diese in hohen Konzentrationen nachgewiesen wurden. Nun zeigt eine neue Studie, die sich auf „soziale Nachhaltigkeit“ konzentriert, wieder positive Entwicklungen.

Die Clean Clothes Campaign (CCC) hat zum dritten Mal verschiedene Outdoor-Firmen analysiert und 25 Unternehmen bezüglich Einhaltung von Sozialstandards und Menschenrechten bei der Arbeit in deren Zulieferkette befragt – darunter Helly Hansen, Icebreaker, Vaude, Columbia, Jack Wolfskin, Patagonia, The North Face und Fjällräven.

Im Vergleich zu den Vorjahren zeigt sich laut CCC insgesamt eine positive Entwicklung in den Bereichen Transparenz, Verhaltenskodex, Kodexumsetzung sowie deren Überprüfung. Die Bedeutung internationaler Arbeitsstandards und die Einhaltung von Menschenrechten seien bei einzelnen Unternehmen stärker in den Fokus gerückt. Ein Großteil der befragten Unternehmen habe den Begriff der Nachhaltigkeit mittlerweile auf den sozialen Aspekt ausgeweitet und so seien unter anderem 15 Unternehmen der Fair Wear Foundation beigetreten. Kirsten Clodius von der Christlichen Initiative Romero: „Die Mitgliedschaft in einer unabhängigen Überprüfungsinstanz, einer Multi-Stakeholder-Initiative (MSI), ist ein wertvoller Schritt, um die Umsetzung des Verhaltenskodexes zu verbessern.“

Laut CCC haben zudem einzelne Unternehmen die Zahlung eines Existenzlohns umgesetzt. Man habe trotz der positiven Tendenz allerdings festgestellt, dass einige Marken nicht bereit seien, Sozial- und Arbeitsstandards sowie Menschenrechte einzuhalten und die der Öffentlichkeit keine oder unzureichende Informationen zur Verfügung stellen. Dazu gehörten Quechua, Kilimanjaro, Meru und Kaikkialla. Die 21 übrigen Unternehmen gaben jedoch bereitwillig Auskunft.

Die Clean Clothes Campaign setzt sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie ein.

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