Otto: Stellenabbau noch nicht komplett

  /  12.06.2013

Im Rahmen des Projekts Fokus wurden bereits mehr als 50% der abzubauenden Stellen bei der Otto Group realisiert, nun folgen weiterhin „schwerwiegende Einschnitte“…

Im Mai dieses Jahres hatte die Otto Group verlauten lassen, dass im Rahmen des Restrukturierungsprojekts Fokus von den kalkulierten 700 abzubauenden Vollzeitstellen 350 über eine vorausschauende Personalpolitik, Versetzungen, Fluktuation, aber auch Nicht-Verlängerung von Probezeitlern abgebaut werden konnten. Nun sollen noch 270 Vollzeitstellen wegfallen. Am härtesten trifft es mit 200 Kürzungen die Otto-Arbeitnehmer, bei Baur sollen noch rund 60, bei Schwab zehn Stellen gekürzt werden.

Der Großteil der personellen Veränderungen soll weiterhin über Fluktuation oder andere sozialverträgliche Maßnahmen im Konzernverbund aufgefangen werden, heißt es seitens des Unternehmens. Man werde vor allem versuchen, die Mitarbeiter innerhalb des Konzerns auf bestehende Vakanzen zu vermitteln. Darüber hinaus gäbe es die Möglichkeit von Altersteilzeitregelungen. „Das sind nach wie vor schwerwiegende Einschnitte. Dennoch sind wir sehr zuversichtlich, dass wir auch den noch ausstehenden Abbau sozialverträglich und mit dem gleichen Augenmaß wie bisher realisieren können“, so Alexander Birken, Konzernvorstand Multichannel Distanzhandel.

Das Projekt Fokus befasst sich mit einer Fokussierung auf das Online-Geschäft und die Nutzung von Synergien zwischen den drei Unternehmen. So habe man bereits die firmenübergreifende Sortimentierung über eine Bestandsfirma in die Wege geleitet, sodass es künftig nicht zu Überschneidungen kommen soll. Zudem soll das Thema Fashion in der Markenkommunikation wieder weiter in den Vordergrund treten. Die neuen Organisationsstrukturen seien jetzt zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite verabschiedet worden.

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