Die Otto Group will mit dem Projekt Fokus und einem für die Einzelgesellschaft Otto berufenen Bereichsvorstand die Marken Otto, Baur und Schwab vorantreiben und auf dem Onlinemarkt schärfer positionieren, wobei die erstgenannte Marke im Fokus steht. Hier soll aktuelle Mode für die moderne Frau wieder deutlich in den Vordergrund gestellt werden.
Unter der Fokus-Projektleitung von Alexander Birken wurden in den vergangenen Wochen bereits konkrete Investitionsmaßnahmen definiert: „Multichannel-Kompetenz geht mehr denn je einher mit Internettechnologie-Kompetenz. Deshalb werden wir in den kommenden zwei Jahren eine neue Software für Otto.de selbst entwickeln und damit das Herzstück der Plattform rundum erneuern. Außerdem sind wir überzeugt davon, dass E-Commerce zum Everywhere-Commerce wird. Unser Anspruch ist, unseren Kunden auf jedem relevanten Endgerät das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten.“ Insgesamt soll in den kommenden drei Jahren ein Betrag im dreistelligen Millionenbereich in Otto investiert werden.
Zudem wird derzeit geprüft, ob und wie das Einkaufs- beziehungsweise Category Management und Back-Office-Funktionen wie Buchhaltung, Controlling und Personaladministration zentralisiert geführt werden können.
Von den strukturellen Veränderungen bis 2015 könnten laut Unternehmen bei Otto bis zu 450 von 3.236 Vollzeitstellen betroffen sein, bei Baur in Burgkunstadt bis zu 210 von 2.165 Stellen und bei Schwab in Hanau maximal 40 von 913 Vollzeitstellen. „Wir sind ein Familienunternehmen und fühlen uns den damit verbundenen Werten wie Zuverlässigkeit und Loyalität verpflichtet. Deshalb werden wir wie bei vergangenen Projekten sozialverträglich handeln und alles Erdenkliche tun, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Unser Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit unserer Unternehmen und Marken für unsere Kunden und Mitarbeiter langfristig zu sichern“, so Hans-Otto Schrader, Vorstandsvorsitzender der Otto Group.
Otto Group will Marken vorantreiben
/ 20.09.2012Mit dem Projekt Fokus investiert die Otto Group in die Entwicklung der Marken Otto, Baur und Schwab. Im Zuge dessen sollen die jeweiligen Profile geschärft und Synergien genutzt werden – was voraussichtlich betriebsbedingte Kündigungen mit sich bringt.

Der Bereichsvorstand
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