Otto Group: Kürzungen fallen geringer aus

  /  02.05.2013

Die zunächst angenommene Höhe der abzubauenden Stellen bei der Otto Group anlässlich des Projekts Fokus soll geringer ausfallen. Von den knapp 700 geplanten Kürzungen soll es nun noch 350 geben.

Otto-Zentrale in Bramfeld

Die Verhandlungen der Arbeitnehmervertreter sowie der Arbeitgeberseite der Otto Group gehen in die finale Runde. Die Zahl der kalkulierten 700 noch abzubauenden Vollzeitstellen im Rahmen des Projekts Fokus soll nach heutigem Stand lediglich die Hälfte, also rund 350, betragen. Deklariertes Ziel des im vergangenen Jahr gestarteten Projekts war es, die Profile der Marken Otto, Baur und Schwab auf dem Onlinemarkt stärker zu profilieren und Synergien zwischen den drei Standorten zu nutzen.

Obwohl die Otto Group zunächst von einer höheren Anzahl abzubauender Stellen ausging, konnte die Menge laut Unternehmensangaben dank eines vorausschauenden Personalmanagements, Versetzung sowie Fluktuation reduziert werden. „Aus der intensiven Diskussion zwischen der Geschäftsführung, den Personalverantwortlichen, den Projektleitern und den Betriebsräten entstanden Ideen und Initiativen, die unser gemeinsames Interesse, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, erfolgreich ermöglicht haben“, so Alexander Birken, Konzernvorstand Multichannel Distanzhandel.

Ebenfalls wirksam sei die Ausgliederung der Finanzbuchhaltungsfunktionen in ein Shared Service Center gewesen, worüber in Hamburg rund 100 Arbeitsplätze gesichert werden konnten. „Dass die Arbeitsplätze erhalten werden konnten, ist zwar positiv. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass dies auch mit Leistungsverzicht der betroffenen Mitarbeiter verbunden ist. Unter den gegebenen Umständen war diese Lösung der bestmögliche Kompromiss. Aber auch der Otto Group Mitarbeiterabbau, der bereits über Fluktuation, über Nicht-Verlängerung befristeter Verträge oder Probezeitkündigungen realisiert wurde, trifft die Arbeitnehmer hart“, erinnert Konzernbetriebsratsvorsitzender Uwe Rost.
 
Beide Seiten gehen davon aus, dass die finalen Ergebnisse der aktuellen Verhandlungen zum Interessenausgleich und Sozialplan noch vor der Sommerpause präsentiert werden können.

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