Bekleidung und Textilien im Wert von rund 6,6 Mrd. Euro wurden nach Schätzungen von Marktforschungsinstituten im vergangenen Jahr per E-Commerce verkauft, was einem Marktanteil von 11 bis 12% entspricht. Der BTE geht davon aus, dass der Umsatz im virtuellen Handel aufgrund von Onlineshops großer Modeunternehmen und -ketten wie Peek & Cloppenburg, Kik und SinnLeffers weiter steigen wird. Da viele stationäre Fachgeschäfte in den letzten Jahren Frequenz- und Umsatzeinbußen hinnehmen mussten, erwägen Händler den Aufbau eines eigenen E-Stores, unterschätzen nach Ansicht des BTE jedoch den damit verbundenen Aufwand.
Ein Onlineshop beanspruche mittlerweile so viel Zeit und Kapital wie eine neue Filiale, heißt es seitens des Bundesverbands des Deutschen Textileinzelhandels. Das läge insbesondere daran, dass die Standards in punkto Kundenzufriedenheit durch die großen Internet-Händler wie Amazon und Zalando in den letzten Jahren stetig gestiegen sind. Mittelständische Online-Anbieter sähen sich gezwungen, teure Features wie Zoomfunktionen, 360-Grad-Ansichten oder Nachverfolgung von Sendungen einzurichten, um mit der Konkurrenz Stand halten zu können. Exklusive Ware wie das Angebot von Eigenmarken sei hierbei von Vorteil, Bekanntheit im lokalen Umfeld ebenfalls ein Bonus, um das Vertrauen gegenüber größeren Unternehmen nachweislich zu stärken.
