Die deutschen Verbraucher haben insbesondere bis zum 18. Dezember 2013 vermehrt Weihnachtsgeschenke über das Internet gekauft. Zu diesem Ergebnis kommt die Umfrage des ECC Köln in Zusammenarbeit mit time:matters, bei der etwa 500 Konsumenten befragt wurden. Allerdings wollten Konsumenten vor allem in den letzten fünf Tagen vor Weihnachten kein Risiko beim Geschenkkauf eingehen und bevorzugten den Einkauf im stationären Geschäft, anstelle des Last-Minute-Shoppings über den Onlinehandel. Gut ein Drittel der Befragten gaben an, dass sie sich im Weihnachtsgeschäft 2013 bei keinem E-Shop darauf verlassen hätten, dass am 23. Dezember bestellte Ware noch pünktlich zum Fest geliefert werden würde. Allein Amazon genieße laut Studie das Vertrauen der Konsumenten, dass auch am Vortag getätigte Bestellungen noch rechtzeitig geliefert würden.
Das generelle mangelnde Vertrauen der Kunden in die fristgerechte Lieferung führte im Online-Weihnachtsgeschäft zu deutlichen Einbußen. 15,5% der Befragten erklärten, dass sie auf eine Bestellung im Internet verzichtet haben, wodurch dem E-Commerce durchschnittlich rund 109 Euro pro Shopper, insgesamt eine geschätzte Summe von 760 Mio. Euro, entgingen.
„Aus unserer Sicht birgt vor allem die bislang meist ungenutzte Lieferoption ‚Same Day’ Potenziale für Service und Kundenbindung, indem sie Online-Bestellung und Erhalt der Ware dem Kauf im Geschäft angleicht. So senken Online-Händler das Risiko der nicht-rechtzeitigen Lieferung deutlich und können Umsatzpotenziale freilegen. Die Erfahrungen vieler Händler in USA und UK belegen schon heute, dass Same Day-Delivery den Absatz steigern und die Retouren-Quote senken kann – nicht nur im Weihnachtsgeschäft“, so Franz Joseph Miller, Geschäftsführer von time:matters.
Ein Blick auf die Ausgaben in den verschiedenen Shopping-Kanälen zeigt, dass sich die Bedeutung der einzelnen Kanäle im Laufe des Weihnachtsshoppings im Allgemeinen verschoben hat. Ein Großteil der durchschnittlich für Geschenke ausgegebenen 289 Euro wurde online bis zum 18. Dezember investiert, ab dem 19. Dezember hingegen überwog der Kauf in Ladengeschäften.
Onlinehandel: Weihnachtsgeschäft mit Einbußen
/ 20.01.2014Das Weihnachtsgeschäft 2013 verlief für den E-Commerce bis zum 18. Dezember positiv, die Last-Minute-Einkäufe tätigte der Konsument verstärkt stationär…

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