Anlässlich der Übernahmeverhandlungen wollte der Finanzinvestor TPG im Februar vergangenen Jahres noch rund 3,30 Australische Dollar pro Aktie des Konzerns Billabong International Ltd. zahlen, die derzeitigen Offerten der beiden noch verbliebenen Bieter sollen laut Australian Financial Review jetzt aber erneut reduziert worden sein.
Das Konsortium um Paul Naude, ehemaliger US-Chef von Billabong, und Sycamore Partner („Sycamore Consortium“) planen einen Abschlag im Wert von 0,60 Australische Dollar pro Aktie. Damit würde nicht nur deren ursprüngliches Angebot über 1,10 Australische Dollar, das im Dezember 2012 abgegeben wurde, sondern auch der Unternehmenswert von 526,8 Mio. Australische Dollar (418,3 Mio. Euro) auf rund 287 Mio. Australische Dollar (231 Mio. Euro) stark reduziert. Nach Unternehmensangaben gewährt Billabong dem „Sycamore Consourtium“ eine Exklusivitätsperiode von zehn Arbeitstagen, um eine aktuell bestätigte Ertragsanalyse anzufordern, wie es bei einer Fremdfinanzierungsübernahme üblich sei.
Noch geringer soll die Offerte von dem Mitbewerberzusammenschluss VF Corporation und Altamont Capital („Altamont/VF Consortium) ausfallen, der weniger als 0,50 Australische Dollar für jeden Anteilsschein zahlen will. Aufgrund der Exklusivitätsperiode für das „Sycamore Consortium“ scheint dieser Deal jedoch kaum zustande zu kommen. Das Einstiegsgebot stand hier ebenfalls bei 1,10 Australische Dollar. Der Börsenhandel soll erst wieder aufgenommen werden, wenn eine Einigung erzielt wird. Aktuell liegt der Kurs der Aktie bei 0,73 Australische Dollar.
