Noch Hoffnung für Neckermann?

  /  17.09.2012

Neckermann läuft die Zeit davon. Etwa 50 potentielle Investoren haben das Unternehmen bislang geprüft, die Herausforderungen bei einer Übernahme seien aber zu komplex. Man wolle bis zuletzt dennoch alles dafür tun, um bis Ende September 2012 einen Investor zu finden - und einen Hoffnungsschimmer gibt es.

Die Chancen für den Erhalt des Versandhändlers Neckermann werden immer geringer. Während der Suche nach Investoren im Laufe der vergangenen acht Wochen zeigte sich, dass die Herausforderungen bei einer Übernahme des Unternehmens vielen zu komplex erscheinen. Bislang seien mehr als 200 interessierte Investoren angesprochen worden, etwa 50 hätten sich intensiv mit den Geschäftsverhältnissen befasst und das Unternehmen überprüft.

Insolvenzverwalter Joachim Kühne: „Wir werden bis zuletzt alles dafür tun, um doch noch bis Ende September einen ernsthaften Investor zu finden, der bereit ist, das Unternehmen weiter zu führen. Doch die Lage für das Unternehmen wird immer aussichtsloser.“

Einen Hoffnungschimmer gibt es aber doch: K-Mail-Order, Tochter des Versandhauses Klingel, will Teile von Neckermann übernehmen. Wie das Bundeskartellamt auf Anfrage bestätigte, wurde am 11. September 2012 ein Antrag auf Erwerb aller Vermögensgegenstände der Happy Size GmbH gestellt.

Nachdem Joachim Kühne und Michael C. Frege zu den vorläufigen Insolvenzverwaltern ernannt wurden, konnte Neckermann zunächst stabilisiert werden: Die Auslieferung der Waren wurde wieder aufgenommen. Die Gehaltszahlung an die Mitarbeiter erfolgt zurzeit über das Insolvenzausfallgeld der Arbeitsagentur, aber nur noch bis Ende September 2012.

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