Nike setzt Konkurrenz unter Druck

  /  28.01.2013

Der Druck auf Unternehmen wie Adidas und Puma wächst, da Nike in die Patentoffensive gegangen zu sein scheint. Von 2000 bis 2010 entfallen 77% der Patentanmeldungen der fünf größten Sportartikelhersteller auf Nike.

Flyknit

Die Rivalität in der Sportartikelbranche scheint zu wachsen. Laut „Die Welt“ baue Nike den Vorsprung bei Patentanmeldungen in Europa stetig aus und sei mit 560 Patenten – 301 davon für Schuhe – und so mit 77% der Anmeldungen zwischen 2000 und 2010 in der Pole-Position bei dem Schutz vorm Missbrauch eigener Innovationen, während Adidas mit 116 Anmeldungen und 15% Platz Zwei belege. Im Jahr 2000 war die Rangverteilung noch umgekehrt.  

Puma kommt mit 34 Patenten auf Platz Drei, Asics mit 16 auf Rang Vier und Reebok mit zehn auf Platz Fünf. Bei der Anmeldung von Verarbeitungstechnologien für Kunststoff kommt Nike auf 87, Adidas auf acht, Puma auf drei, Asics auf zwei und Reebok auf eine. „Die Welt“ beruft sich auf eine Studie der Patent- und Anwaltskanzlei Grünecker.

Aktuell steht nach wie vor ein Patentstreit zwischen Nike und Adidas im Fokus: Nike will die Vermarktung des Adidas-Modells „adiZero Primeknit“ stoppen, da dieses dem eigenen Modell „FlyKnit“ nachempfunden sei. Nike ließ den Verkauf mit einer einstweiligen Verfügung stoppen, die mittlerweile aber wieder aufgehoben wurde. Adidas will das Patent für nichtig erklären lassen, da die Technologie, die den Schuh besonders macht, keine Erfindung des Rivalen, sondern bereits seit den 1940er-Jahren bekannt sei.

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