Neuaufstellung von Pepco

  /  14.10.2025

Das Restrukturierungskonzept für die deutsche Pepco-Tochtergesellschaft nach der Insolvenzanmeldung steht. Dazu gehört auch die Verkleinerung des Filialnetzes…

Der europäische Discounter Pepco N.V. (zusammen mit Tochtergesellschaften die „Pepco Group“) restrukturiert das Deutschland-Geschäft, nachdem das Unternehmen im Juli dieses Jahres beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Insolvenz angemeldet hatte. Im Zuge dessen soll das Filialnetz mit derzeit 64 Standorten verkleinert werden. 36 Stores wurden als aussichtsreich bewertet, 28 Stores werden wegen mangelnder wirtschaftlicher Perspektiven bis Ende Januar 2026 nach Beendigung der üblichen Abverkaufsmaßnahmen geschlossen. Zudem wird die Verwaltung in Berlin verschlankt. Von den Maßnahmen sind gut 165 der zuletzt rund 500 Mitarbeitenden der Pepco Germany GmbH betroffen. 

Das Eigenverwaltungsverfahren wurde am 1. Oktober 2025 eröffnet. Die Geschäftsführung bleibt im Amt und wird durch einen Restrukturierer unterstützt, in diesem Fall Christian Stoffler, Gerloff Liebler Rechtsanwälte, München. Zum Sachwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Dr. Gordon Geiser, Partner bei der Kanzlei GT GreenbergTraurig, Berlin. 

Die Umsetzung der Maßnahmen soll über einen Insolvenzplan erfolgen, der in Kürze bei Gericht eingereicht wird. Geplant ist, noch in diesem Jahr die erforderliche Zustimmung der Gläubiger bei dem vom Gericht zu bestimmenden Erörterungs- und Abstimmungstermin zu erhalten. Sobald der Plan Rechtskraft erlangt, kann das Eigenverwaltungsverfahren wieder beendet werden.

Pepco bietet Bekleidung für die ganze Familie und Haushaltswaren zu günstigen Preisen an. Das Unternehmen beschäftigt derzeit mehr als 30.000 Mitarbeitende in 18 Ländern Europas und verfügt über ein Netzwerk von gut 4.000 Filialen.

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