Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di will einen Sozialtarifvertrag für die Angestellten von Neckermann durchsetzen und hat die Forderung jetzt an die Geschäftsführung überreicht.
Neckermann hält an dem Restrukturierungsprogramm fest, im dessen Rahmen 1.380 Stellen gestrichen werden sollen. Die Beschäftigten sollen weder eine Abfindung bekommen, noch will sich Neckermann mit einem finanziellen Beitrag an einer Transfergesellschaft beteiligen. Bernhard Schiederig, Ver.di-Fachbereichsleiter im Handel: „Dieses Verhalten der Geschäftsführung führt bei den Beschäftigten zu einer sozialen Katastrophe. Das gilt für die über 500 Beschäftigten in der Neckermann.de GmbH, die nach oft langer Betriebszugehörigkeit ihre Arbeit verlieren. Das gilt für die Logistik-Beschäftigten, die in Vollzeit circa 1.685 Euro brutto verdienen. Sie brauchen bei Verlust ihres Arbeitsplatzes die Möglichkeit einer Qualifizierung und zum Aufbau einer möglichen neuen Existenz eine – wenn auch kleine – Abfindung.“
Durch den Vertrag will Ver.di eine Abfindung für die Beschäftigten sowie eine finanzielle Ausstattung für eine Transfergesellschaft erreichen.
Neckermann: Ver.di fordert Sozialtarifvertrag
/ 04.06.2012Weil Neckermann den 1.380 Mitarbeitern, die ihre Stellen verlieren sollen, keine Abfindung zahlen und sich nicht an einer Transfergesellschaft beteiligen will, fordert Ver.di einen Sozialtarifvertrag. Diese Forderung wurde jetzt an die Geschäftsführung des Versandhändlers überreicht.

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