Neckermann: Fronten verhärten sich

  /  02.07.2012

Ver.di erhöht den Druck und hat die Neckermann-Mitarbeiter zum zweitätigen Streik aufgerufen. Die Geschäftsführung und Sun Capital Partners hatten eine Frist zur Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen verstreichen lassen.

Ver.di hat die Neckermann-Beschäftigten am Standort Frankfurt am Main erneut zu einem Streik am 2. und 3. Juli 2012 aufgerufen, nachdem die Geschäftsführung und der Eigentümer Sun Capital Partners eine Frist bis zum 29. Juni 2012 zur Wiederaufnahme von Tarifverhandlungen verstreichen ließen. „Eine stoische Verweigerung wie sie die Arbeitgeberseite praktiziert, war noch nie von Erfolg gekrönt. Letztlich bedarf es einer Rückkehr an den Verhandlungstisch und eines Tarifangebotes, um wieder sozialen Frieden erreichen zu können“, so Wolfgang Thurner, Ver.di Gewerkschaftssekretär und Mitglied des Aufsichtsrates bei Neckermann, der auf Anfrage von 1st-blue mitteilte, dass 350 Mitarbeiter am heutigen Tag die Arbeit niederlegten.

Zusätzlich zum Streik empfängt Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, am 2. Juli 2012 eine Delegation von Neckermann-Betriebsräten und Ver.di, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Ver.di fordert einen Sozialtarifvertrag für die rund 1.500 Mitarbeiter, denen im Zuge einer Umstrukturierung die Entlassung droht. In einer Urabstimmung hatten sich 98,5 % der Gewerkschaftsmitglieder für mehrtägige Streiks ausgesprochen.

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