Der Betriebsrat des Versandhändlers Neckermann legte nun ein erstes Konzept vor, um mehrere hundert Arbeitsplätze erhalten zu können. Laut Medienberichten solle versucht werden, an einem eigenen Textilsortiment festzuhalten. Schließlich verfüge Neckermann über entsprechende Sachanlagen und Know-how.
Eckpunkte des Konzepts sollen unter anderem die Reorganisation des Textileinkaufs und die Stärkung der Eigenmarken bilden. Nach diesem Plan soll auch die Sortimentskompetenz durch Kooperationen erhöht werden. So könnten beispielsweise stationären Textilketten die Retourenabwicklung und der Customer Service als Dienstleistung vorgeschlagen werden. Von diesem Konzept sollen nun der Gesellschafter Sun Capital und die Geschäftsführung überzeugt werden. Die Idee des Unternehmens vom Umbau zum Online-Versender sei weiterhin Bestandteil des Konzepts.
Erst kürzlich hieß es seitens der Geschäftsführung, der eigene Textilbereich solle aufgegeben und das Sortiment auf Markenprodukte externer Partner reduziert werden. Im Zuge dessen müsse man 1.380 Stellen abbauen.
Zwar gehört Neckermann zu den drei größten Online-Versendern in Deutschland und macht 80% des Umsatzes im Internet - schleppt aber derzeit noch als Bremsklotz das kränkelnde Katalog-Geschäft mit sich. Während der profitable E-Commerce zweistellig zulegt, ist das Katalog-Geschäft weiter im Sinkflug. Im ersten Quartal 2012 lag der Umsatzrückgang bei 50%.
