Mustang: Änderungen greifen

  /  25.03.2013

In den vergangen zwei Jahren hat die Mustang Gruppe einige Veränderungen durchlaufen. Im Gespräch mit 1st-blue resümiert Dietmar Axt, was die Neuerungen bewirkt haben und was die Marke noch in Aussicht hat.

Im Jahr 2011 wurde die Mustang Gruppe an ein privates Investoren-Konsortium verkauft, seitdem wurden einige Änderungen vorgenommen, die sich nun positiv bemerkbar gemacht haben sollen, wie CEO Dietmar Axt im Gespräch mit 1st-blue resümiert. Mit dem Wiederbeleben der Denim-Wäscherei am Standort in Künzelsau wollte das Label „die Effizienz steigern“ – beim Entwerfen der Herbst/Winter-Kollektion 2013/14 sei nun bereits deutlich geworden, dass die Marke viel schneller und kurzfristiger agieren kann und dass zudem die Qualität der Produkte gesteigert werden konnte, da man vor Ort ein besseres Auge auf den Entstehungsprozess habe.

Am 1. Dezember 2012 erweiterte die Mustang-Gruppe mit Hans-Bernd Cartsburg das Führungsteam und setzte damit auf den Ausbau der Bereiche Produkt, Vertrieb und Marketing. So wurden zum 1. Januar 2013 die Segmente Mustang Men und Mustang Women vertriebsseitig getrennt, was laut Axt den Vorteil habe, dass man sich nun auch auf die Damen konzentrieren könne, bei denen „noch einiges aufzuholen“ sei. In Deutschland bestehe hier großes Marktpotenzial, so habe man zurzeit hierzulande fünf eigene Außendienstmitarbeiter für diesen Bereich.

Kürzlich hat Mustang den Standort in Frankfurt geschlossen und mit dem Standort in Künzelsau zusammengelegt. „Ich bin sehr erleichtert, dass wir diesen Schritt gegangen sind, es ist viel einfacher, Entscheidungen zu treffen, wenn alle Mitarbeiter – 110 an der Zahl – vor Ort sind, gerade für mich, da ich generell sehr viel unterwegs bin und dann nicht immer noch zwischen zwei Standorten wechseln muss. Jeder hat klare Aufgaben, es gibt keine Doppelbearbeitung mehr.“

Eine weitere Änderung war das Beenden der zehnjährigen Lizenzpartnerschaft zwischen der Mustang Jeans GmbH und der Koenig Leatherwear GmbH mit Auslieferung der Saison Frühjahr/Sommer 2013. Da Lederjacken bei Mustang ein wichtiger Bereich seien, stehe eine neue Kooperation bereits in den Startlöchern, einen Namen wollte Axt noch nicht nennen. Insgesamt sei 2012 ein erfolgreiches Jahr für das Label gewesen, der Umsatz konnte gesteigert und das Ergebnis deutlich verbessert werden. Im Bereich Retail spricht Axt gegenüber 1st-blue von einem Plus in Höhe von 20%. Für 2013 sei eine weitere deutliche Steigerung, was Umsatz und Gewinn betrifft, geplant. Im Zuge dessen sei die Installation weiterer Shop-in-Shops ein Thema und auch die Eröffnung des einen oder anderen eigenen Stores sei nicht ausgeschlossen, so Axt weiter.

Zum Herbst/Winter 2012/13 lancierte Mustang eine Kollektion in Zusammenarbeit mit The BossHoss, die im Frühjahr dieses Jahres in die nächste Runde gehen sollte. Man habe sich nun allerdings mit Universal einvernehmlich darauf geeinigt, keine weitere Range mit den Musikern zu entwerfen. Die Linie sei – vor allem in der Außenkommunikation – sehr erfolgreich gewesen, man wolle sich aber auf das Kerngeschäft konzentrieren, erklärt Axt.

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