Modeinteresse sinkt spürbar

  /  17.07.2026

Eine Innofact-Untersuchung für GermanFashion zeigt weniger Interesse an Mode und Bekleidung. Auch Nachhaltigkeit verliert beim Kauf an Gewicht…

Das Interesse an Mode und Bekleidung hat in Deutschland deutlich nachgelassen. Laut einer repräsentativen Innofact-Untersuchung im Auftrag von GermanFashion informieren sich 40% der Befragten nicht aktiv über Mode und Bekleidung. Bei der letzten Befragung im Jahr 2022 waren es 29%.

Auch die Informationskanäle verlieren an Bedeutung. Bekleidungsgeschäfte bleiben zwar die wichtigste Quelle, sanken aber von 38% im Jahr 2022 auf 29%. Dahinter folgen Gespräche mit Freunden und Bekannten mit 19%, Websites von Bekleidungshändlern mit 18% und soziale Netzwerke wie Instagram mit 16%.

Beim Einkauf werden weiterhin mehrere Kanäle genutzt, allerdings weniger als 2022. Filialen großer Bekleidungsanbieter wie H&M, Zara oder C&A werden von 37% der Befragten genannt und bleiben damit die meistgenutzte Einkaufsquelle, liegen aber acht Prozentpunkte unter dem Wert von 2022. Der örtliche Fachhandel, Onlineplattformen und Modeportale kommen jeweils auf 34%. Im Schnitt nutzen Verbraucher noch 3,4 Einkaufskanäle, nach 4,3 im Jahr 2022.

Nachhaltigkeit verliert im Kaufprozess ebenfalls an Gewicht. Der Verzicht auf Ausbeutung in Produktionsländern ist 71% wichtig, nach 77% im Jahr 2022. Eine nachhaltige und umweltfreundliche Herstellung nennen 60%, elf Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Nachhaltigkeits- oder Biomaterial-Siegel sind noch für 42% wichtig.

Für den Handel ist der Befund deutlich: Mode wird stärker über Passform, Komfort, Preis-Leistungs-Verhältnis und Qualität bewertet. Markenbezogene Aspekte wie Ruf, Design, Herkunft oder Exklusivität verlieren an Bedeutung. Damit sinkt nicht nur das Informationsinteresse, sondern auch der emotionale Stellenwert von Mode.

Key Facts
Studie: Innofact-Untersuchung im Auftrag von GermanFashion
Befragung: April 2026
Stichprobe: gut 1.000 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren
Ergebnis: 40% informieren sich nicht aktiv über Mode und Bekleidung
Vergleich 2022: 29% informierten sich nicht aktiv
Wichtigste Informationsquelle: Bekleidungsgeschäfte mit 29%
Einkaufskanäle: im Schnitt 3,4 statt 4,3 im Jahr 2022
Nachhaltige Herstellung wichtig: 60%, nach 71% im Jahr 2022
Nachhaltigkeits- oder Biomaterial-Siegel wichtig: 42%
Zentrale Kaufkriterien: Passform, Komfort, Preis-Leistungs-Verhältnis und Qualität

 

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